Nö: Mit Lkw-Fahrgestellen beladenes Lastwagengespann auf A21 umgestürzt

Heiligenkreuz (Nö): Eine 25-jährige Kraftfahrerin lenkte laut Polizeibericht am 22. November 2007 gegen 18:20 Uhr einen Lkw mit Anhänger auf der A 21 in Fahrtrichtung St.Pölten (Linz). Am Laster sowie am Anhänger waren…
… noch zwei fabrikneue 4-Achs Lkw Fahrgestelle geladen. Am Beifahrersitz befand sich ein weiterer, 42-jähriger Kraftfahrer. In Höhe Heiligenkreuz – in einem dort befindlichen bergab führenden Bereich – kam die Lenkerin mit dem Lkw-Gespann ins Schleudern stieß gegen die rechte Randleitschiene. Sowohl das Zugfahrzeug als auch der Anhänger kiptten dabei um. Eine der geladenen Zugmaschinen stürzte über die neben dem Pannenstreifen befindliche Böschung. Die Lenkerin und der Beifahrer wurden bei diesem Verkehrsunfall leicht verletzt.

Ein nachkommender Autolenker setzte sofort über Notruf 122 die erste Unfallmeldung bei der Bezirksalarmzentrale Baden ab. Dabei stand er unter Schock, denn der Lkw fuhr unmittelbar vor ihm. Er konnte aber dem diensthabenden Leitstellendisponenten weitere Angaben über den Unfall geben. Darauf hin wurde die zuständige Freiwillige Feuerwehr Alland, die Lebig Rettungsleitstelle NÖ (Standort Baden) und die Autobahnpolizeiinspektion Alland alarmiert. Innerhalb kürzester Zeit bildet sich ein kilometerlanger Rückstau.
Bei Eintreffen der Einsatzmannschaften ergab sich folgende Lage vor Ort:

Die Zugmaschine des Lkw-Transporters und eine der geladenen 4-Achs Lkw Fahrgestelle lagen quer über alle Fahrstreifen und der leere Anhänger stand auf dem Pannenstreifen bzw. der 1. Fahrspur und blockierten somit die komplette Richtungsfahrbahn St. Pölten.
Auf einer Länge von ca. 15-20 Metern war die rechte Randleitschiene komplett niedergedrückt. Das zweite geladene Lkw-4-Achsfahrgestell lag auf dem Dach liegend am Ende der Böschung (ca. 12-15 Metern von der Autobahn entfernt).
Der Einsatzleiter Feuerwehr entschied, das 50to Kranfahrzeug der FF Mödling über die Bezirksalarmzentrale Baden nachzufordern.

Nach Absprache mit der Mannschaft eines ebenfalls am Einsatzort eintreffenden Bergefahrzeuges eines privaten Abschlepp- u. Bergeunternehmen wurde gemeinsam mit der Bergung der sich auf der Autobahn befindlichen Unfallfahrzeuge begonnen. Zuvor wurden noch auslaufende Betriebsmittel gebunden.

Ein großes Anliegen des Feuerwehreinsatzleiters war, zumindest eine Fahrspur so rasch wie nur möglich, wieder für den Verkehr frei zu geben. Die Autobahn wurde ab Brunn/Gebirge in Fahrtrichtung St. Pölten von der Autobahnpolizei komplett gesperrt. Die sich im Stau bis zur Abfahrt Heiligenkreuz befindlichen Fahrzeuge konnten von der Autobahn A21 auf die Bundesstraße B11 abgeleitet werden.

Die Bergung der Unfallfahrzeuge auf der Autobahn, gelang zum größten Teil noch vor dem Eintreffen des Kranfahrzeuges. Somit entschied man sich die Autobahn einspurig wieder frei zu geben und die Bergung des zweiten 4-Achs Lkw-Fahrgestelles nach einer Erkundungsfahrt mit dem 50t Kranfahrzeug direkt über eine angrenzende Forststraße durchzuführen. Die Berge- und Aufräumarbeiten konnten gegen ca. 22:00 Uhr beendet werden.
Im Einsatz standen:
FF Alland 3 Fahrzeuge (TLF, RLF und KRF-S), FF Mödling (Kdo, 50t Kran und WLF-Kranbegleit), 1 RTW Rotes Kreuz Baden, privates Bergeunternehmen mit einem Bergefahrzeug, Autobahnpolizeiinspektion Alland und Asfinag (Straßenmeisterei Alland).
