Oö: Pkw prallte gegen Tank-Sattelschlepper, 1 Todesopfer bei Schärding
Schärding (Oö): „Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person, Lkw gegen Pkw“, war Einsatzstichwort für die Feuerwehren St. Florian, Schärding, Taufkirchen und Laufenbach am 17. November 2007 kurz nach 10 Uhr am Vormittag.
Für das ersteintreffende Fahrzeug von der FF Schärding bot sich ein Bild des Schreckens. Im Feld – ca. 10 Meter neben der Fahrbahn – lag ein völlig zerstörter Pkw. Die restlichen Fahrzeugteile lagen im Umkreis von mehreren hundert Metern auf der Bundesstraße verstreut umher. Auf der anderen Seite ca. 100 Meter entfernt lag ein Gefahrguttransporter im Graben zwischen Fahrbahn und dem Fluss „Pram“. Die erste Lageerkundung ergab, dass der Pkw Lenker alleine im Fahrzeug war und offensichtlich bereits getötet war.

Der Lkw-Lenker lag verletzt neben dem verunglückten Gefahrgut-Laster und war ansprechbar. Sofort wurde das Rote Kreuz mit dem NAW verständigt. Laut Aussagen des Lkw-Lenkers ist der Tankwagen mit knapp 30.000 Liter Benzin und Diesel beladen. Die erste Erkundung ergab, dass kein Treibstoff ausfloss und keine akute Absturzgefahr für den Lkw bestand. Sofort begannen die 4 Feuerwehren vorbeugenden Brandschutz von jeder Seite her aufzubauen.

Der Brummi-Lenker wurde mit Unterstützung durch den mittlerweile eingetroffenen Notarzt aus dem Gefahrenbereich geborgen. Die nachrückenden Einsatzkräfte der Feuerwehr sperrten sofort die B 137 zwischen den Abfahrten St. Florian und Vielsassing. Sofort wurden rund um den Lkw laufend Kontrollen und Explosionsmessungen durchgeführt. Seitens des Einsatzleiters wurde der Feuerwehrkran in Ried und ein Kranfahrzeug einer Privatfirma in Bereitschaft gestellt.

Nachdem der Tod des Pkw-Lenkers durch den Notarzt festgestellt und der Leichnam des Mannes seitens der Polizei freigegeben war, konnten die Einsatzkräfte beginnen, die Person aus dem völlig zerstörten Fahrzeug zu bergen, was eine psychisch belastende Aufgabe war. Beim Gefahrgut-LKW, welcher laut Ladepapiere mit ca. 20.000 Liter Diesel und 10.000 Liter Benzin beladen war, wurden zwischenzeitlich Sicherungsmaßnahmen eingeleitet, ebenfalls wurde bezüglich zahlreich anwesender Schaulustiger eine Absperrung errichtet.
Telefonisch wurde mit der Firmenleitung Kontakt aufgenommen, welche einige Zeit später am Einsatzort eintraf. Mit dem Firmenvertreter wurden die Möglichkeiten zum Umpumpen und Bergen besprochen. Seitens der Firmenleitung wurde beschlossen, dass ein Umpumpen in ein Ersatzfahrzeug – welches sich bereits bei der Anfahrt befand – versucht würde. Zusätzlich wurde für die Bergung ein privates Unternehmen beauftragt, welches diese in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr durchführte. Durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr wurde der Inhalt des Lkw-Tanks abgepumpt und das Hydrauliköl abgelassen.

Die Umpump- und Sicherungsarbeiten dauerten bis in die frühen Nachmittagsstunden an. Nachdem gegen 15:30 Uhr alle Tanks des Lkws leer waren, konnte die Firma mit der Bergung beginnen, welche kurz nach 17 Uhr abgeschlossen wurde. Im Anschluss wurde die Fahrbahn noch seitens der Feuerwehr gereinigt und von der Polizei nach Anbringen einer Geschwindigkeitsbegrenzung wieder für den Verkehr freigegeben.
