Deutschland: Schwieriger Großeinsatz bei Schwelbrand in Getreidetrocknungssilo

Friedbeck (Deutschland): Von ca. 14.45 Uhr bis in die Nachtstunden waren am 5. November 2007 insgesamt 170 Feuerwehrleute aus 13 Ortswehren bei einem Schwelbrand in einer Getreidetrocknungsanlage in Fredenbeck eingesetzt.
Zur o.g. Zeit wurde von Beschäftigten der Stader Saatzucht Hitzeentwicklung und starke Rauchentwicklung in der mehr als 20 m hohen Siloanlage bemerkt. Sofort wurden die Ortswehren der Samtgemeinde Fredenbeck alarmiert, die im Folgenden von Kräften aus Stade und Berufsfeuerwehren der ansässigen Industrie unterstützt wurden. In der Trocknungsanlage befanden sich ca. 12 t Mais, die auf bislang ungeklärte Weise so stark erhitzt wurden, dass der Brand entstand.

Die Bekämpfung des Brandes in dem geschlossenen System gestaltete sich sehr schwierig, da der sonst übliche Einsatz von Löschwasser ausschied. Letztlich wurde mit einer Drehleiter Löschpulver von oben in die Anlage eingebracht und gleichzeitig der Mais teils in Handarbeit im Kellerbereich entnommen und abgelöscht. Nach Abschluss dieser Arbeiten flammten im Verlaufe des Abends erneut Teile der Anlage auf, die bislang nicht betroffen waren.

Hier hatten sich aufgrund der Hitze vermutlich Stäube entzündet. die sich noch in dem Rohrsystem befanden. Eine Brandwache der Feuerwehr Fredenbeck sowie Bedienstete des geschädigten Unternehmens blieben vorsorglich die ganze Nacht vor Ort. Der Gesamtschaden wird nach bisherigen Schätzungen mind. 500.000 Euro betragen.
