Südtirol: Enormer Feslsturz hält Einsatzkräfte in Atem
Südtirol: Der Abbruch eines Teiles eines Berggipfels in den Sextener Dolomiten in Südtirol hat am 12. Oktober 2007 zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Hilfskräften geführt.
Unklar war vorerst, ob Wanderer Opfer des Naturereignisses wurden. Über dem Ortsteil Moos bei Sexten war gegen 9.00 Uhr eine riesige Staublawine zu beobachten. Die Sicht in dem betroffenen Gebiet sei „gleich null“, hieß es von den Feuerwehren. Gegen Mittag wurden die Feuerwehrleute in Moos vorerst von der Einsatzleitung zurückgezogen. Grund sei die nach wie vor akute Staubentwicklung, durch die die Gesundheit der Männer in Gefahr sei.
Enormer Feslsturz hält Einsatzkräfte in Atem: In Fischleintal in Sexten sind Freitagvormittag enorme Gesteinsmassen vom Einserkofel zu Tal gedonnert. Jetzt ist das Tal auf zehn Kilometer Länge in eine Staubwolke eingehüllt. Der Einsatz läuft auf Hochtouren.
Mit Atemschutz auf Personensuche: Gegen 9.00 Uhr früh lösen sich von der Nordwand des Einserkofels enorme Feslbrocken und Geröll und donnern zu Tal. Die Gesteinslawine reicht laut Einsatzkräften bis zur dortigen Talschlusshütte. Weil das gesamte hintere Pustertal in eine enorme Staubwolke gehüllt ist, ist derzeit völlig unklar, ob Personen oder Touristen unter den Gesteinsmassen begraben sind.
Einsatzkräfte aus dem gesamten oberen Pustertal sind ausgerückt. Die Freiwillige Feuerwehr von Sexten ist derzeit dabei, sich mit Atemschutzgeräten in die Staubwolke vorzuarbeiten. Laut ORF-Reporterin Sabine Amhof, die sich am Ort des Geschehens befindet, sind Autos, die aus der betroffenen Region kommen, mit einer bis zu 10 Zentimeter dicken Staubschicht bedeckt.
Bereits vor wenigen Monaten war an derselben Stelle Geröll und Schutt abgerutscht.
