Medien / Fotografen

Oö: Schwierige Suche nach Taucher im Attersee

Weyregg/Attersee (Oö): Sonntagmittag, dem 9. September 2007 begann im Attersee die Suche nach einem vermissten Taucher. Der Tscheche war am Samstag nach einem Tauchgang nicht mehr aufgestiegen.

Update 10. Sept. 2007 17:53 Uhr

Spezialkamera im Einsatz
Eine Spezialkamera wird im Attersee versenkt, sie kann bei der Schwarzen Brücke zwischen Weyregg und Steinbach bis zum tiefsten Punkt in 150 Metern versenkt werden. Die Kamera wird von einem Boot aus gelenkt – über einen Monitor werden die Aufnahmen von den Rettungstauchern beobachtet.

Verständigungsschwierigkeiten
Die Suche gestaltet sich schwierig, denn die tschechischen Kollegen des Vermissten konnten keine genauen Angaben machen, wo sie zum letzten Mal ihren Freund gesehen haben. Sie waren auch alle an unterschiedlichen Stellen aufgetaucht.

Auch an anderer Stelle wird getaucht
Das ist auch der Grund, warum zusätzlich eine Gruppe von 13 Tauchern eine ganz andere Stelle am Ufer des Attersees absucht.Auch wenn es niemand aussprechen will, der Tscheche dürfte heuer das erste Opfer im Attersee sein.

ORF Oberösterreich
Vorgeschichte zum Bericht auf ORF Oberösterreich

Update

Schwierige Suche nach Taucher im Attersee
Die Suche nach dem im Attersee vermissten tschechischen Taucher war am Sonntagnachmittag noch vergeblich. Eine Spezialkamera konnte wegen des starken Wellengangs noch nicht eingesetzt werden.

Schwarze Brücke
Seit Samstagnachmittag suchen bis zu 20 Taucher nach dem Verschwundenen, der bei der „Schwarzen Brücke“ zwischen Weyregg und Steinbach in den Attersee stieg. Der Tscheche war mit zwei Freunden im Attersee tauchen und hat sich wohl zu tief in den See gewagt, wie Friedrich Kinast, Taucher der Feuerwehr Weyregg, vermutet.

Tiefenlimit unterschritten
Der vermisste Taucher dürfte das Tiefenlimit von 40 Meter unterschritten haben, wie Kinast vermutet: „Der größte Fehler ist, dass die Gegebenheiten des Attersees völlig unterschätzt werden. Die Leute gehen zu tief.“ „Unten haben wir einen Kälte von vier Grad, die Sicht ist sehr bescheiden, wenn da der geringste Fehler passiert, führt das zu panikartigen Reaktionen, und die gehen sehr oft böse aus.“

Keine Spur
Während seine zwei Tauchkameraden wieder an die Wasseroberfläche kamen, fehlte von dem Tschechen am Samstagnachmittag jede Spur. Als der Taucher nach zwei Stunden, so lange dürfte er ausreichend Sauerstoff bei sich gehabt haben, nicht auftauchte, alarmierten seine Kameraden die Einsatzkräfte. „… dann ist man verloren“
Aber selbst wenn seine Freunde unter Wasser bei dem Mann geblieben wären, hätte er möglicherweise keine Chance gehabt, sagt Friedrich Kinast: „Wenn man drei oder vier Meter voneinander entfernt ist, hat man keine Chance mehr, sich gegenseitig zu finden. In dieser Tiefe sollte man fast auf Körperkontakt tauchen. Wenn man unten ein Problem hat und es ist niemand da, der einem hilft, dann ist man verloren.“

Warten auf Spezialkamera
Derzeit suchen immer noch 13 Taucher der Feuerwehr nach dem Tschechen. Eine Spezialkamera, die im Attersee versenkt werden kann und bis zum tiefsten Punkt in gut 150 Metern Tiefe abtaucht, konnte bisher noch nicht zum Einsatz kommen. Der starke Wellengang verhindert die Aufnahmen. Nun hoffen die Einsatzkräfte, die Kamera am Abend versenken zu können, um dann vom Boot aus über einen Monitor Aufnahmen aus den Tiefen des Attersee zu bekommen.

Weiterer Tauchunfall am Attersee
Während bei der Schwarzen Brücke die Suchaktion nach dem vermissten Taucher läuft, gab es in Steinbach am Attersee einen weiteren Zwischenfall. Eine Frau war bei einem Tauchgang in Panik geraten und tauchte zu schnell auf. Sie musste in das Krankenhaus Traunstein geflogen werden.

ORF Oberösterreich

41-jähriger Taucher tot aus Attersee geborgen
Der Taucher, der seit Samstag im Attersee gesucht wurde, konnte nur noch tot geborgen werden. Der Tscheche war nach einem Tauchgang mit drei Freunden nicht mehr aufgetaucht.

Zwei Tage nach Mann gesucht
Es war eine Kamera, mit deren Hilfe die Feuerwehrtaucher aus Weyregg den Vermissten finden konnten. Zwei Tage suchten je 30 Taucher nach dem Tschechen. Der 41-jährige konnte schließlich nur mehr tot geborgen werden.Am Samstag war er mit drei Freunden im Bereich der Schwarzen Brücke getaucht. Statt der vereinbarten 40 Meter war er 55 Meter tief getaucht.

Zwischenfall während der Suche
Auch bei der Suche war es zu einem Zwischenfall gekommen: Ein Feuerwehrtaucher bekam nach dem Tauchgang Probleme und musste in eine Spezialklinik gebracht werden. Der Feuerwehrtaucher ist bereits auf dem Weg der Besserung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert