Oö: Spezialausbildung für Atemschutzträger
Schärding (Oö): Einer Spezialausbildung der besonderen Art unterzogen sich kürzlich 4 Kameraden der FF Schärding auf dem Areal der Berufsfeuerwehr Salzburg. Das von einer Bekleidungsfirma angebotene Fachseminar bot im ersten Teil höchst interessante Fachvorträge für Atemschutzgeräteträger und die für Atemschutzeinsätze nötige Schutzkleidung.
Die Technologien schreiten immer weiter fort – aber wie können wir diese neuen Möglichkeiten für den Schutz der Einsatzkräfte richtig ausnutzen? Durch welche Fehler kann man Schutzkleidung bei der Reinigung beschädigen? Welche neuen Gefahren kommen in dieser schnelllebigen Zeit auf Atemschutzgeräteträger im heißen Innenangriff zu – Backdraft , Flash Over , …? Auf all diese Fragen gab es fachlich bestens aufbereitete Antworten. Im Nachmittagsteil konnte dieses theoretische Wissen in zwei Stationen praktisch erprobt werden.

Bei der ersten Station ging es um den richtigen Umgang mit dem Hohlstrahlrohr, bei der zweiten Station wurde es in einer eigens dafür aufgebauten Container-Atemschutzstrecke äußerst heiß. Dieses „Containerdorf“ wurde mit Holz befeuert, ein Betreten bei Null Sicht war nur mit schweren Atemschutzgeräten möglich. Im ersten Container galt es eine Hindernisstrecke zu überwinden. Bei ca. 70 ° C eine noch ziemlich leicht bewältigbare Aufgabe – die Personensuche im zweiten Container bei bereits 150 ° C (gemessen auf Türklinkenhöhe) war dagegen schon äußerst schwierig.

Nur komplett am Boden kriechend und tastend konnte die Person bei diesen heißen Temperaturen gefunden werden. Im dritten und letzten Container wurden dann von Ausbildern Löschtaktiken vorgeführt. In diesem Raum hatte es mehr als 250 ° C was an die Belastungsgrenze jedes Atemschutzgeräteträgers geht. Gerade in diesem dritten Container wurde bewusst, welche enorme Sicherheit die moderne Schutzkleidung den Einsatzkräften bietet.
