TFA Austria 2007: Hart- Härter – Herbert -> Herbert Krenn wieder Sieger!
Siegendorf (Burgenland): Am Samstag, dem 18. August 2007, wurde im burgenländischen Siegendorf wieder der „härteste Feuerwehrmann“ Österreichs ermittelt.
Rund 100 Teilnehmer aus 7 Nationen, darunter auch die Top 5 von Europa, nahmen an diesem sehr Kräfte raubenten Bewerb teil.

Oberlöschmeister Herbert Krenn von der Freiwilligen Feuerwehr Heiligenkreuz am Waasen wurde in diesem Jahr Welt- und Europameister und musste als Sieger vom Vorjahr als Titelverteidiger an den Start gehen
„Es ist nicht immer einfach, wenn jeder von dir erwartet, dass du den Titel holst. Der Druck wird vor einem Bewerb sehr groß“, so Krenn. Aber er wurde seiner Favoritenrolle wieder gerecht.

Nei den ersten drei von 4 Stationen pulverisierte er die bis dato stehende Bestzeit und konnte mit drittbester Zeit beim Stiegenhaus (4. Station) mit einer Gesamtzeit von 5:34 min. mit 14sec. Vorsprung vor dem Deutschen Vizeeuropameister Joachim Posanz den TFA- Bewerb für sich entscheiden und somit auch die Österreichwertung und auch seine Altersklasse M35 gewinnen.

„Ich konnte alles abrufen, was ich trainiert habe und mit meinen 40 köpfeigen Fanclub im Rücken wurde ich regelrecht ins Zielgetragen“, so der neue Staatsmeister.
Mit diesem Sieg konnte er bereits zum vierten Mal in Folge den Titel als härtester Feuerwehrmann Österrreichs in die Steiermark holen und zählt sicher nicht um sonst zu den härtesten und erfolgreichsten „Firefighter“ der Welt.
Bericht zum Europatitel 2007 hier auf Fire-World

ERKLÄRUNG DES BEWERBES:
Station 1: Zwei an eine Pumpe angeschlossene B-Schläuche sind bis zu einer Markierung in 80m Entfernung auszuziehen, wobei die Schläuche zusammen oder nacheinander ausgezogen werden können. Anschließend sind zwei Schläuche einfach aufzurollen und zu einem markierten Punkt zu tragen, entweder zusammen oder nacheinander. Die beiden aufgerollten Schläuche müssen noch erkennen lassen, dass diese aufgerollt sind, wobei diese Entscheidung dem zuständigen Wettkampfrichter unterliegt. Die Zeitnehmung stoppt beim Ablegen der beiden aufgerollten Schläuche.
Station 2: In der Hammerbox sind jeweils 50 Anschläge oben und unten zu leisten. Beim Röhrenlauf ist ein Gewicht mit 15kg zu tragen, wobei es untersagt ist das Gewicht durch die Röhre zu werfen. Das 80kg Schultergewicht ist über eine Strecke von 100m zu tragen. Abschließend muss eine 3m hohe Eskaladierwand überwunden werden, wobei die Zeitnehmung an dieser Station bei Kontakt der Sprungmatte hinter der Wand gestoppt wird.
Station 3: Eine zweiteilige Steckleiter muss zu einem Objekt getragen und an diesem aufgestellt werden. Danach sind zwei Gewichte mit je 15kg über eine Treppe in das 2. Obergeschoss eines Objekts zu tragen. Vom 2. Obergeschoss sind zwei zusammen gebundene B-Schläuche mit einem Seil vom Boden nach oben zu ziehen und abzulegen. Danach sind die beiden 15kg Gewichte über eine Treppe wieder nach unten zu tragen. Dann muss ein Mundstück auf einem Wasserwerfer aufgeschraubt und abschließend eine markierte Ziellinie durchlaufen werden. Die Zeitnehmung stoppt beim Durchlaufen des Zieles.
Station 4: Zwei 20kg Kanister sind über eine kurze Distanz zu einem Abstellplatz zu tragen. Dabei müssen die Kanister zuerst über ein 1,2m hohes und 1,5m langes Plateau geschoben und danach über ein schmales Stufenpodest getragen werden. Nach dem Abstellen der Kanister sind 10 Stockwerke hoch zulaufen.
Bei diesen Stationen wird mit Helm, Schutzjacke und Atemschutzflasche (ca. 18 kg) an den Start gegangen.
