Wien: Tödlicher Lkw-Unfall, Tierkadaver über Autobahn verstreut
Wien-Simmering: Ein schwerer Verkehrsunfall auf der Südostangente (A23) in Wien hat am Freitagabend, 17. August 2007, ein Todesopfer gefordert.
Ein Lkw-Lenker war mit seinem Fahrzeug in Richtung Norden unterwegs, als er bei der gesperrten Abfahrt Simmering die Fahrbahnteiler durchbrach und auf die Gegenfahrbahn geriet. Dabei rammte das Schwerfahrzeug einen entgegenkommenden Pkw und kippte um. Der Unglückslenker verstarb noch an der Unfallstelle, der Fahrer des Pkw wurde schwer verletzt. Der Lkw war von der Tierkörperverwertung aus Tulln in Niederösterreich gekommen. Durch den Crash verlor das Fahrzeug seine Ladung, Tierkadaver waren auf der Fahrbahn verstreut. Die Polizei musste gegen 21.00 Uhr die A23 in Fahrtrichtung Süden komplett sperren, in Fahrtrichtung Norden war ein Fahrstreifen frei.
Bericht der Rathauskorrespondenz:
Ein schwerer Verkehrsunfall auf der Südosttangente (A23) im Bereich Favoriten (gesperrte Ausfahrt Simmering) löste am Freitag, dem 17. August 2007, gegen 20.50 Uhr, einen Großeinsatz der Wiener Feuerwehr aus. Ein mit mehreren Tonnen Schlachtabfällen und Tierkadaver beladener Lkw (Fahrtrichtung Norden) geriet aus bisher unbekannter Ursache ins Schleudern und geriet in weiterer Folge auf die Gegenfahrbahn, wo er mit einem Pkw kollidierte. Der Lkw kam seitlich schräg über die Fahrbahn der A23 zu liegen. Durch den Anprall wurde der Lenker aus dem Fahrzeug geschleudert und getötet.
Die Schlachtabfälle und Tierkadaver ergossen sich über die restliche Fahrbahnbreite, sodass die A23 in Fahrtrichtung Süd komplett unpassierbar war. Der Lenker des Pkw wurde bei Eintreffen der Feuerwehr erstversorgt und vom Rettungsdienst ins Krankenhaus transportiert.
Mittels Radlader konnte die Besatzung der Feuerwehr die Schlachtabfälle in zwei von der Tierkörperbeseitigung bereitgestellte Muldenfahrzeuge verladen. Wobei auch ein Teil der Abfälle händisch aus dem Container entfernt werden musste. Nach Information des anwesenden Permanenzveterinärarztes handelte es sich um nicht infektiöse Schlachtabfälle ohne Gefährdung.
Die Feuerwehr war mit ca. 100 Mann im Einsatz und konnte gegen 2.20 Uhr früh einrücken. Während des Einsatzes war auf der A23 Fahrtrichtung Nord die Sperre von zwei Fahrstreifen erforderlich, in Fahrtrichtung Süd war die A23 komplett gesperrt.
