Italien: Dutzende Tiroler und Oberösterreicher aus Flammen in Apulien gerettet
Apulien (Italien): Dramatische Stunden haben dutzende Tiroler Urlauber in Süditalien erlebt. Vier Campingplätze in Apulien gingen am Dienstag, 24. Juli 2007, in Flammen auf. Die Urlauber mussten zum Teil mit Booten von den Stränden flüchten.
Die Tiroler waren auf der Halbinsel Gargano in einer wahren Flammenhölle gefangen. Die Campingplätze in der Nähe der Stadt Peschici wurden von unzähligen Waldbränden abgeschnitten. Dazu kamen Explosionen auf einem Campingplatz, weil einzelne Gasflaschen explodierten. Viele Urlauber konnten vor den Flammen nur mehr ins Meer flüchten, andere wurden mit Booten direkt vom Strand in Sicherheit gebracht. Laut Außenministerium mussten rund 90 Österreicher aus dem Gebiet evakuiert werden, großteils Tiroler und Oberösterreicher.
Verletzt wurde bei der Katastrophe in Gargano niemand, viele haben durch das Feuer aber alles verloren: Auto, Wohnwagen, Kleider und Ausweise. Allein beim ÖAMTC sind bereits 40 Notrufe von Betroffenen eingegangen, die zum Teil in der Badehose auf eine Rückholung warten müssen, schildert Josef Leitner vom ÖAMTC Tirol die dramatische Situation vor Ort. Die Tiroler wurden inzwischen in Schulen notdürftig untergebracht. Gemeinsam mit dem Außenministerium organisiert der ÖAMTC jetzt eine groß angelegte Rückholaktion. Der erste Bus mit zwölf Tirolern wird vermutlich Donnerstagfrüh zurück sein.
Feuer in Italien (Fire-World)
