Nö: Chlorgasaustritt im Erlebnisbad Berndorf
Berndorf (Nö): Zu einem Schadaustritt ist es am Montag, dem 2. Juli 2007, gegen 04:30 Uhr beim Erlebnisbad in Berndorf gekommen.
Bei der Chlorgasdosieranlage (wird zur Wasseraufbereitung benötigt) ist es im Bereich eines Chlorgasflaschenventils zu einem Chlorgasaustritt gekommen. Der Bademeister bemerkte den örtlichen Alarm und verständigte (wie es ab einem bestimmten Wert vorgeschrieben ist) die Feuerwehr. Über die Bezirksalarmzentrale Baden wurden dann wie im Alarmplan vorgeschrieben, die örtliche Freiwillige Feuerwehr Berndorf-Stadt und die Schadstoffstützpunktfeuerwehr Hirtenberg alarmiert.

Der unmittelbare Bereich um dieses Gebäude, in dem sich die Dosieranlage befindet, wurde abgesichert und Hydroschilder (erzeugen einen Wasservorhang) um den Eingangsbereich aufgestellt bzw. wurde auch ein C-Rohr unter Schutzbekleidung vorgenommen. Dieses dient als Sicherheit sollten Dämpfe ins Freie gelangen. Der Raum, in der sich die Anlage befindet, ist eigentlich abgeschottet und mit einer Sprinkleranlage ausgestattet, die im Alarmfall automatisch zum Niederschlagen von eventuell austretenden Dämpfen anschlägt.

Das kontaminierte Wasser wird in einem eigenen Behälter aufgefangen. Da das Arbeiten in hoher kontaminierter Umgebungsluft bzw. im unmittelbaren Gefahrenbereich gesundheitsschädlich ist, mussten die Einsatzkräfte mit gasdichten Vollschutzanzügen vorgehen. Die undichte Chlorgasflasche wurde abgedichtet und der Dosier- bzw. Lagerraum belüftet. Laufend wurden Luftmessungen vorgenommen.

Um ausreichend Atemschutzgeräteträger vor Ort zu haben bzw. den Dekoplatz zu laufend besetzten zu können, wurde auch noch die FF Pottenstein mit dem Atemluftfahrzeug nachalarmiert. Für die Bevölkerung bestand keine Gefahr und Badegäste waren noch keine im Bad. Die weiteren Arbeiten werden durch eine Fachfirma durchgeführt. Der Einsatz wurde gegen 10:00 Uhr beendet.
Einsatzleiter: HBI Reinhard Gassenbauer, FF Berndorf
Eingesetzte Kräfte: FF Berndorf-Stadt, FF Hirtenberg, FF Pottenstein mit 11 Fahrzeugen und 49 Feuerwehrleuten .
