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D: 13 Tote bei Busunfall zwischen Magdeburg und Halle

Deutschland: Drama auf der deutschen Autobahn A14 zwischen Magdeburg und Halle: Bei einem Busunglück sind am 18. Juni 2007 13 Menschen ums Leben gekommen.

In dem Reisebus war eine Seniorengruppe aus Nordrhein-Westfalen, die auf dem Weg zu einer Städtereise nach Dresden und Umgebung unterwegs war. Der Bus war aus bisher ungeklärter Ursache in Fahrtrichtung Halle eine Böschung hinuntergefahren.

In einer dramatischen Rettungsaktion wurden die Opfer in einem Wettlauf mit der Zeit aus dem an einem Haken gesicherten Bus geborgen. Fünf Rettungshubschrauber kamen zum Einsatz, dazu Feuerwehr, Notärzte und Polizei. Nach Informationen des Busunternehmens Strier Reisen (Ibbenbüren) soll ein Lastwagen auf den Bus aufgefahren sein. Das konnte die Polizei zunächst nicht bestätigen. Die Unfallursache sei noch völlig unklar.
Die Gruppe war zu einer sechstägigen Reise gestartet. Die Senioren gehören zu einem landwirtschaftlichen Ortsverein in Hopsten bei Rheine (Nordrhein-Westfalen). Der Busfahrer überlebte den Unfall und stand unter Schock.

Auf der Autobahn herrschten chaotische Zustände, da fast an der gleichen Stelle auf der Gegenfahrbahn in der Früh ein mit Bauschutt beladener Lastwagen wegen eines geplatzten Reifens umgekippt war. Durch die beiden aufwendigen Rettungs- und Bergungsaktionen war die Autobahn komplett gesperrt. Es bildeten sich kilometerlange Staus, auch auf den Ausweichstrecken.

Österreichischer Rundfunk

Bericht Neue Züricher Zeitung:
Bei einem schweren Busunfall in Sachsen-Anhalt in Ostdeutschland sind am Montag 13 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 31 Menschen wurden verletzt, wie ein Sprecher der Polizei am Unfallort mitteilte. Der Reisebus kam demnach am Montagnachmittag gegen 13.45 Uhr auf der Autobahn in Richtung Halle von der Fahrbahn ab und stürzte die Böschung hinunter. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hat ein unaufmerksamer Lastwagenfahrer den Unfall ausgelöst, der vermutlich ungebremst auf den Reisebus aufgefahren war.

Bei dem schwersten Busunglück seit vielen Jahren sind am Montag auf der A14 zwischen Magdeburg und Halle 13 Menschen ums Leben gekommen. Viele der 31 Verletzten befänden sich in kritischem Zustand, sagte Polizeisprecher Ralf Moritz. Nachdem ein Lastwagen in den Bus gefahren sei, sei dieser nicht mehr lenkbar gewesen und einen sechs Meter tiefen Abhang hinuntergekippt. Dort quetschte das Dach des Busses viele Fahrgäste ein.

Der Reisebus war mit 48 Senioren aus Hopsten im nordrhein-westfälischen Kreis Steinfurt auf dem Weg in die Region Dresden. Die Bergungsarbeiten gestalteten sich schwierig, da der Bus hangabwärts lag. «Die Rettungskräfte arbeiten unter schwersten Bedingungen», berichtete der Polizeisprecher. Noch gegen 19.00 Uhr wurden aus dem Bus geborgene Tote in Säcken in einen Lastwagen der Feuerwehr verladen. Zwei Kräne hoben den Bus an, damit die Einsatzkräfte zu den Opfern vordringen konnten.

Fünf Hubschrauber im Einsatz: Unter anderem waren fünf Rettungshubschrauber im Einsatz, die die Schwerverletzten in die Universitätskliniken nach Magdeburg, Halle und Leipzig brachten. Die leicht Verletzten würden in einem Notzelt des Roten Kreuzes behandelt. Alle verfügbaren Spezialisten von Feuerwehr, Rotem Kreuz und des Landkreises seien bereits kurz nach dem Unglück vor Ort gewesen, betonte der Sprecher. Die Autobahn in Fahrtrichtung Dresden war auch mehr als fünf Stunden nach dem Unfall komplett gesperrt.

Die Nachricht vom Busunfall mit 13 Toten sorgte im Heimatort der Unfallopfer, dem westfälischen Hopsten, für Erschütterung. Bei der Reisegruppe handele es sich um ältere Hopstener Landwirte, die jedes Jahr eine Tour machten. Das Ziel der Reisegruppe sei diesmal die Region um Dresden gewesen.

Fahrer gilt als erfahren: Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Wolfgang Böhmer (CDU), drückte den Angehörigen der Unfallopfer sein tief empfundenes Beileid aus. «Es ist ein schrecklicher Unfall. Mein ganzes Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer», hiess es in einer Erklärung. Darin dankte Böhmer zugleich den Einsatzkräften von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten für ihren schnellen Einsatz.

Der Fahrer des in Sachsen-Anhalt verunglückten Reisebusses galt nach Angaben des Reiseveranstalters als «sehr zuverlässig und erfahren».

Neue Züricher Zeitung

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