Medien / Fotografen

Ktn: Sattelschlepper krachte auf Südautobahn in stehende Kolonne

Pörtschach (Ktn): In der Nacht zum Dienstag, 12. Juni 2007, standen Polizei und Bergemannschaften nach einem schweren Lkw-Unfall auf der Südautobahn im Baustellenbereich bei Pörtschach im Großeinsatz. Ein Lenker wurde schwer verletzt, es entstand hoher Sachschaden.

Um 1.40 Uhr hatte die die Polizei die gesamte A2 gesperrt, weil ein 125 Tonnen schwerer Großtransport durch die Baustelle gelotst werden musste. Der Lenker eines Sattelschleppers sei dann plötzlich mit voller Wucht in die stehende Kolonne gekracht, schilderte Herbert Warmut von der Polizei. „Wir haben das Stauende mit unserem Dienstwagen, den wir am Pannenstreifen abgestellt haben, abgesichert. Blaulicht und Warnsystem waren eingeschaltet. Ein Lkw, der ebenfalls seine Warnblinkanlage aktiviert hatte, stand als letztes Fahrzeug in der Kolonne. Der Lenker ist ausgestiegen und wir haben uns unterhalten, als plötzlich Bremsen gequietscht haben. Im selben Moment hat es auch schon gekracht.“
Mehrere Fahrzeuge hätten sich ineinander verkeilt und seien nach vorne geschoben worden, beschrieb Warmut die Situation. Der Unfalllenker wurde schwer verletzt im Führerhaus seines Lasters eingeklemmt. Die Feuerwehr musste den Mann mit hydraulischen Bergegeräten aus dem Wrack befreien. Die Einsatzkräfte standen sechs Stunden im Einsatz, um die Unfallstelle zu räumen.
Die beiden Polizisten und der Lkw-Lenker, der vor dem Unfall ausgestiegen war, hatten offenbar einen Schutzengel: „Es hätte schlimm ausgehen können. Gott sei Dank haben wir nur einen Verletzten, den Unfalllenker.“ Sie hätten großes Glück gehabt, ist Warmut überzeugt: „Ich bin sofort zurückgelaufen, um zu schauen, ob meinem Kollegen im Dienstwagen etwas passiert ist. Nachdem ich gesehen habe, dass unser Auto unversehrt war und die Leuchten noch funktioniert haben, war ich wieder erleichtert.“
Die Südautobahn war im Unfallbereich sechs Stunden lang nur erschwert passierbar. Im Einsatz standen die Berufsfeuerwehr Klagenfurt und die Freiwillige Feuerwehr Krumpendorf, Beamte der Autobahnpolizei Villach und Klagenfurt und die Einsatzkräfte der Rettung und des Baustellenbetreibers ASFiNAG.

ORF Kärnten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert