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Tirol: Fast jeder siebente Alarm ist ein Fehlalarm

Tirol: Fast jeder siebente Einsatz der Tiroler Feuerwehren hat einen Fehlalarm zur Ursache. 80 Prozent aller Fehlalarme wurden laut Brandstatistik von 2006 durch automatische Brandmelder verursacht.

Über 1.700 Fehlalarme: Über 11.000 Mal mussten im Jahr 2006 Tirols Feuerwehren ausrücken. 1.760 Mal war es ein Fehlalarm. Landesfeuerwehrinspektor Alfons Gruber unterscheidet zwischen Fehlalarmen und Täuschungsalarmen. Fehlalarme entstehen durch eine technische Fehlfunktion der Anlage, Täuschungsalarme gibt es, wenn beispielsweise unterhalb eines Brandmelders geschweißt werde und dieser daher einen Brand melde.

Besonders betroffen ist Hall: Besonders davon betroffen war die Stadtfeuerwehr Hall. Sie rückte im letzten Jahr insgesamt 240 Mal aus. Fast jeder dritte Einsatz hat sich dann aber als Fehlalarm herausgestellt. Den Grund dafür sieht Gruber darin, dass es in Hall viele große Betriebe gebe, zudem Krankenhäuser und Pflegeheime.

Abhilfe durch Interventionsminute: Nun überlegt man die Einführung einer „Interventionsminute“. Das heißt: Es bleibt eine Minute Zeit zur Entwarnung, bevor die Einsatzkräfte tatsächlich ausrücken. In dieser Minute müsse ein Anwesender im Betrieb eine Taste drücken, dann blieben vier Minuten zur Nachschau. Innerhalb dieser Zeit bleibe der Alarm im Haus und die Feuerwehr werde nicht alarmiert.
Mit diesen Maßnahmen hofft der Landesfeuerwehrverband die Zahl der Fehlalarme um über 50 Prozent zu senken. Ganz vermeiden werden sie sich aber nie lassen. Ein Fehlalarm durch einen Brandmelder kostet bei vielen Tiroler Feuerwehren um die 180 Euro.

ORF Tirol

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