China: Entsetzen über Bericht über Feuerinferno von 1994 mit 288 toten Kindern
China: 1994 wurde ein chinesisches Theater ein Raub der Flammen. 288 Kinder kamen dabei ums Leben. Wie sich herausstellte, wurden sie zurückgelassen.
Zwölf Jahre nach einem verheerenden Brand in einem chinesischen Theater, bei dem 323 Menschen ums Leben kamen, hat ein Journalist jetzt die Hintergründe der Katastrophe enthüllt. Im offiziellen Bericht über den Brand 1994 in der Stadt Karamay im Nordwesten Chinas wurden damals verschlossene Türen und unzureichende Sicherheitsüberprüfungen vor der Veranstaltung als Gründe für den Tod der vielen Menschen genannt. 288 Kinder waren damals unter den Opfern.
Kinder zurückgelassen: Der Journalist Chen Yaowen schrieb in seinem Internet-Tagebuch, viele Erwachsene hätten sich damals in Sicherheit gebracht und die Kinder zurückgelassen. Sie seien aufgefordert worden, in dem brennenden Theater sitzen zu bleiben, damit sich Prominente und Funktionäre in Sicherheit haben bringen konnten. Die Organisatorin der Veranstaltung habe sich beispielsweise auf die Toilette gerettet und die Tür verschlossen. Die ausgesperrten Kinder seien erstickt.
Damalige Dokumentation zensiert: Diese neuen Details über das Unglück riefen bei den Lesern Bestürzung und Empörung hervor. Eine Fernsehdokumentation, die der Journalist gedreht hatte, war seinerzeit von der Zensur untersagt worden.
Das Inferno von Karamay habe seinem Herzen immer Schmerzen bereitet, schreibt er in seinem Internet-Tagebuch. „Ich hatte das Gefühl, etwas tun zu müssen, um die unschuldigen Seelen, ihre wütenden Angehörigen und die Verletzten zu trösten.“
