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Schweiz: Großer Waldbrand im Tessin ausgebrochen

Tessin (Schweiz): Die bald dreiwöchige Trockenheit in weiten Teilen der Schweiz verschärft die Waldbrandgefahr weiter. Am Montag ist ein großer Waldbrand im Tessin ausgebrochen. Schwyz und Uri erließen ein generelles Feuerverbot. Andere Kantone belassen es noch bei einer Warnung.

Im Tessin kämpfen die Feuerwehren seit Montagmittag dem 23. April 2007 oberhalb von Ascona gegen einen grossflächigen Waldbrand. Die Flammen waren laut Polizei aus unbekannten Gründen auf dem Gemeindegebiet von Ronco sopra Ascona ausgebrochen. Zwei Helikopter unterstützten die Löscharbeiten aus der Luft. Die Polizei ging davon aus, dass der Einsatz die ganze Nacht andauern wird.

Entspannung der Lage erst nach Regenphase
In Absprache mit den Zentralschweizer Kantonen erliessen am Montagnachmittag die Kantone Schwyz und Uri ein generelles Feuerverbot. Bis auf Widerruf ist es verboten, im Freien Feuer zu entfachen oder brennende Streichhölzer und Raucherwaren weg zu werfen. Uri wies darauf hin, dass das Feuerverbot insbesondere auch für vorbereitete Feuerstellen zum Grillieren im Wald und auf Fluren gelte. Eine Entspannung der Lage sei frühestens nach einer intensiven Regen-Phase von mindestens zwei Tagen zu erwarten, gab das Schwyzer Volkswirtschaftsdepartement bekannt.
Wie der Schwyzer Kantonsförster Theo Weber auf Anfrage sagte, hat am Montagmorgen eine Aussprache zwischen den Kantonsförstern der Zentralschweiz stattgefunden. Dabei sei man sich einig gewesen, dass sich die Situation gerade in der Föhn-Region Zentralschweiz täglich verschärfe und deshalb ein allgemeines Feuerverbot notwendig sei. Diese Einschätzung hätten auch die kantonalen Feuerwehrinspektoren geteilt.
Die beiden Basel verzichteten zwar vorerst auf ein allgemeines Feuerungs-Verbot, erliessen aber eine Warnung an die Bevölkerung, nur offizielle, eingerichtete Feuerstellen zum Entfachen von Feuer zu benutzen und keine brennenden Zigaretten, Raucherwaren oder Streichhölzer wegzuwerfen. Seit rund einem Monat habe es in der Region Basel keine Niederschläge gegeben und durch die anhaltende Trockenheit erhöhe sich die Waldbrandgefahr weiter. Noch müsse aber nicht mit spontanen Waldbränden gerechnet werden.

Zerstörter Wald in Appenzell-Ausserrhoden
Auch das Oberforstamt des Kantons Appenzell-Ausserrhoden erliess eine Warnung und rief dazu auf, im Freien kein Feuer zu entfachen. Auch ein generelles Feuerverbot werde in Erwägung gezogen, falls sich die Situation nicht grundlegend ändere. Hintergrund ist ein Waldbrand in Urnäsch, bei dem am Sonntagnachmittag rund 10’500 Quadratmeter Wald zerstört wurden.

NZZ Online

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