Bgld: Serie von Flurbränden gefährdet Tiere
Seewinkel (Bgld): 7. April 2007: Im Seewinkel häufen sich die Flurbrände. Ob die Feuer gelegt wurden oder ob es sich um Unachtsamkeit beim Abbrennen von Rebenhaufen handelt ist unklar. Fest steht: Die Brände gefährden Vögel und Jungwild.
Allein in den Nationalparkgemeinden Apetlon und Illmitz hat es seit 1. Jänner 45 Mal gebrannt. Bei 34 davon handelte es sich um Flurbrände. Unklarheit herrscht darüber, ob Brandstifter am Werk waren oder ob es sich um Unachtsamkeiten handelt.
„Wir vermuten, dass Brandstifter am Werk sind. Um die Ursachen auszufroschen, dafür ist die Exekutive zuständig“, sagte der Apetloner Feuerwehrhauptkommandant Josef Tschida.
Bei manchen Bränden haben die Feuerwehren des Gebietes keine Chance die Brände zu löschen. Damit sind Tiere gefährdet.
Denn zu dieser Jahreszeit brüten bereits Vögel. Für sie und ihre Brut können die Flammen ebenso zur tödlichen Falle werden wie für Jungwild und Lebenwesen, die sich knapp unter der Erdoberfläche eingerichtet haben. Eine brennende Schilffläche oder eine brennende Wiese sind für sie extrem gefährlich.
Kurt Kirchberger, Direktor des Nationalparks Neusiedler See-Seewinkel, ist verärgert: „Es ist um diese Zeit einfach ein Wahnsinn“. Es treffe vor allem junge Feldhasen. Es verbrenne einfach alles. Für die Vögel sei damit die Voraussetzung zum Brüten nicht mehr gegeben.
Derzeit wird darüber beraten, wie die Brandserie im Nationalpark unterbrochen werden kann. Man werde die Mithilfe der Bevölkerung brauchen, um jene zu finden, die Gebiete absichtlich oder auch aus Fahrlässigkeit anzünden, hieß es.
