Schweiz: Haufenweise Fehlnotrufe durch neue Nummer der schweizer Auskunft
Schweiz: Eine der neuen Auskunftsnummern sorgt für Verwirrung. Taglich rufen Dutzende von Anrufern bei der Feuerwehr an und wollen eine Auskunft – fälschlicherweise. Statt korrekt 1818 zu wählen und den Auskunftsdienst zu erreichen, tippen die Anrufer oftmals nur die 118.
Die Feuerwehr hat keine Freude an den neuen Auskunftsnummern: Täglich wählen Dutzende von Anrufern irrtümlich die 118. Jetzt installieren Telefonanbieter flächendeckend in der ganzen Schweiz Filter, um die Fehlanrufe zu eliminieren. Dies haben Vertreter der Feuerwehr, der Netzbetreiber und des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom) an einer Sitzung vom Freitag beschlossen. Der Filter blockiert alle Anrufe auf Nummern, die mit 118 beginnen, aber mehr als drei Zahlen aufweisen. «Damit sollte sich die Situation deutlich verbessern», sagt Bakom-Sprecher Bernhard Bürki. Bisher gingen beispielsweise bei der Feuerwehr in Zürich täglich rund 150 Fehlmeldungen ein. Das sind 70 Prozent aller Anrufe. Vor der Einführung der neuen Auskunftsnummern waren es täglich um die 30.
In einigen Kantonen hatten die Netzbetreiber bereits Filter installiert. Mit Erfolg: Allein im Januar wurden 23’000 Anrufe eliminiert, sagt Peter W. Schneider, Generalsekretär der Feuerwehr Koordination Schweiz, welche die Inhaberin der Nummer 118 ist. Schneider will nun bis Mitte Jahr weitere Erhebungen über Fehlanrufe anstellen.
An einer weiteren Sitzung habe die Feuerwehr die Betreiber der Auskunftsnummern sensibilisiert, dass diese ihre Werbung nicht verwirrlich gestalteten, sagte Schneider weiter.
