England: 1 Todesopfer nach Entgleisung eines Passagierzuges
England: Bei einem Zugsunglück in Nordwestengland ist ein Fahrgast ums Leben gekommen. Der Polizeichef der Grafschaft Cumbria sagte am Morgen des 24. Februar 2007, bei dem Todesopfer handele es sich um eine ältere Frau. Sie erlag ihren schweren Verletzungen, wie eine Kliniksprecherin mitteilte.
77 Menschen wurden verletzt. Von ihnen wurden zwölf ins Krankenhaus gebracht, acht in einem kritischen Zustand. Zum Zeitpunkt des Unglücks befanden sich 180 Fahrgäste in dem Schnellzug von London nach Glasgow. Alle neun Wagen des Schnellzugs entgleisten am gegen 21.10 Uhr (MEZ) aus unbekannter Ursache in der Grafschaft Cumbria nahe der Grenze zu Schottland. Der Zug soll zu diesem Zeitpunkt mit einer Geschwindigkeit von knapp 150 Stundenkilometern gefahren sein.
Der zweite Wagen des Zugs stürzte eine Böschung hinab, wie ein Sprecher der Bahngesellschaft Virgin mitteilte. Einsatzkräfte bargen in der Nacht bis zu acht Menschen, die mehrere Stunden lang in dem Wagen eingeschlossen waren.
Zwölf Rettungswagen und fünf Feuerwehrwagen waren an der Unglücksstelle nahe der schottischen Grenze im Einsatz. Die britische Luftwaffe schickte drei Hubschrauber und zwei Bergungsteams. Unter den Verletzten befindet sich auch der Lokführer.
Eine Reisende berichtete dem Rundfunksender BBC, dass der Zug offenbar gegen einen Gegenstand geprallt sei und dann auf sehr dramatische Weise geschwankt habe. Bei dem Zug handelte es sich um einen Pendolino-Neigezug, der eine Höchstgeschwindigkeit von 200 Stundenkilometern erreicht.
