Oö: Tausende Feuerwehreinsätze nach Orkan „Kyrill“

Oberösterreich: Der Orkan „Kyrill“ ist über Oberösterreich hinweggezogen und hat schwere Schäden hinterlassen. Straßen sind unpassierbar, Dächer wurden abgedeckt und ungefähr jeder vierte Haushalt ist ohne Strom.
Nach wie vor sind 115.000 Haushalte in Oberösterreich ohne Strom. Im Versorgungsgebiet der Energie AG sind an 110 Stellen Bäume auf Stromleitungen gestürzt. Auch in vielen Schulen bleibt es heute kalt. Der Landesschulrat hat überall frei gegeben, wo Schulen ohne Strom sind. ie Spitzengeschwindigkeit hat „Kyrill“ in Oberösterreich am Feuerkogel mit 207 km/h erreicht, weiter unten ist Wolfsegg am Hausruck mit 147 km/h Spitzenreiter. Zwei schwer Verletzte hat der Sturm in Oberösterreich bisher gefordert. Im Bezirk Braunau ist ein Baum auf ein fahrendes Auto gestürzt. In diesem Bezirk sind mittlerweile zwei Drittel aller Straßen von Bäumen blockiert. Auch viele andere Hauptverkehrsrouten sind unpassierbar. Die Westautobahn ist wegen umgestürzter Bäume und einer beschädigten Hochspannungsleitung zwischen Sattledt und Traun gesperrt. Der Zugverkehr auf der Westbahn läuft, wenn auch mit Verspätungen. Viele Regionalstrecken sind nach wie vor abschnittsweise blockiert. Die Polizei warnte vor Gefahren auf nicht gesperrten Straßen: Dort ist mit zentimeterhohen Ablagerungen von Nadeln, Laub und Ästen und somit rutschigen Fahrbahnen zu rechnen.

Feuerwehr: 5.000 Einsätze: Ans Aufräumen kann erst gedacht werden, wenn der Sturm endgültig vorüber gezogen ist. Denn jetzt wäre die Arbeit für die Einsatzkräfte lebensgefährlich. Dennoch stehen momentan weit über 10.000 Feuerwehrmänner im Einsatz, die meisten schon seit den Abendstunden. Bei mehr als hundert Häusern hat der Sturm die Dächer weggerissen. In Gmunden flog das Dach einer Getränkefirma davon und wurde auf eine Bundesstraße geschleudert, im Bezirk Urfahr-Umgebung hoben bei einer Elektronik-Firma unterm Schichtbetrieb ebenfalls Teile des Daches ab. Verletzt wurde dabei niemand.
