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Tirol: Brandstiftung nach Feuerwehr-Rausschmiss

Mötz (Tirol): Ein mittlerweile 19-Jähriger aus Mötz hat jetzt eine Brandstiftung im Jahr 2003 zugegeben. Er hatte das Feuer im Ortszentrum von Mötz gelegt nachdem er von der Feuerwehr ausgeschlossen worden war.

Mitte Mai im Jahr 2003 wurde kurz nach 6.30 in Mötz Feueralarm ausgelöst wird. Im Garberstadl, mitten im Ortszentrum, war ein Brand ausgebrochen. Im Inneren des Gebäudes lagerten eine Menge Altholz, Papier und Kartonagen, eine gefährliche Situation für die Feuerwehrleute. Nur mit Glück konnte ein Großbrand und ein Übergreifen der Flammen auf andere Häuser in Mötz verhindert werden.
Wenige hundert Meter entfernt, von der Innbrücke aus, beobachtete der Brandstifter die Arbeit der Feuerwehrleute und fuhr dann mit dem Zug zur Arbeit nach Innsbruck. Kurz nach dem Brand stießen auch die Brandermittler der Polizei auf Hinweise für eine Brandstiftung. Vom Täter fehlte aber jede Spur.
Ein Taxibetrug wurde dem mittlerweile 19-Jährigen zum Verhängnis, sagt Gerhard Spörr von der Polizei in Telfs. In einem Gespräch nach dem Taxibetrug habe er die Brandstiftung gestanden. Das Tatmotiv war Wut. Kurz vor dem Brand im Garberstald war der damals 16-Jährige von der Freiwilligen Feuerwehr ausgeschlossen worden. Offenbar ist der Bursche schon damals auffällig geworden. Im Zusammenhang mit einer Haussammlung soll es Unstimmigkeiten in Bezug auf das Geld gegeben haben. Der Rausschmiss dürfte den Jugendlichen damals so in Rage versetzt haben, dass er beschloss, der Feuerwehr einmal „richtig Arbeit zu machen“, wie er gegenüber der Polizei jetzt selbst zugab.
Polizist Gerhard Spörr, der den mutmaßlichen Brandstifter jetzt zu dessen Geständnis brachte, sagte gegenüber dem ORF Tirol, der damals 16-Jährige habe ursprünglich ein Großfeuer legen wollen. Da der Brand aber relativ schnell entdeckt worden sei, habe größerer Schaden verhindert werden können.
Über dreieinhalb Jahre nach der Tat wird der mittlerweile auch Arbeitslose aus Mötz jetzt unter anderem wegen Brandstiftung angezeigt. Für die Polizei ist der Fall „Garberstadl“ abgeschlossen. Jetzt sind die Staatsanwälte und Richter am Zug.

ORF Tirol

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