Nö: Großfeuer in Bio-Diesel-Anlage in Kirchberg/Wagram

Kirchberg/Wagram (Nö): Funkenflug bei Montagearbeiten hat das Großfeuer am Dienstag, dem 12. Dezember 2006, in einer Biodieselanlage bei Kirchberg/Wagram ausgelöst. Zwei Arbeiter wurden bei dem Brand verletzt, der Schaden ist groß.
300.000 Euro gingen am Dienstag in Flammen auf. Nach ersten Erhebungen der Brandexperten der Polizei löste Funkenflug das Feuer. Franz Bertiller, Besitzer der Biodieselraffinerie schildert den Ablauf:

„Wir haben Umbauarbeiten gemacht. Da wurde eine Trennschreibe verwendet. Die Sprühfunken dürften in einen Behälter gefallen sein: Da waren Gase drin, und die sind explodiert“.
Das Feuer breitete sich schnell aus. Ein Arbeiter in der Umesterungsanlage wurde schwer verletzt: „Der hat die Hände in den Fallem gehabt, weil er dort gearbeitet hat. An seinen Händen hat er Verletzungen dritten Grades erlitten, im Gesicht zweiten Grades“, schildert Bertiller. In Lebensgefahr sei der Mann entgegen ersten Angaben nicht gewesen.

Die Umwelt sei zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen, heißt es nach den Erhebungen der Bezirkshauptmannschaft. Lediglich Salatöl war ausgetreten. Anlagenbetreiber Bertiller und seine drei Angestellten trifft es wesentlich härter. Die Anlage ist erst seit drei Jahren in Betrieb – und sie ist nach Angaben des Besitzers nicht versichert.
Erste ORF-Meldung: Am Nachmittag ist in einer Biodiesel-Produktionsanlage in Kirchberg am Wagram (Bezirk Tulln) ein Großbrand ausgebrochen. Zwei Arbeiter wurden verletzt, einer davon schwer. 180 Feuerwehrleute waren im Einsatz und löschten den Brand. Das Feuer hat sich wie brennender Teppich in der Anlage ausgebreitet, schildert ein Feuerwehrmann. 180 Feuerwehrleute haben den Brand mit Löschschaum eingedämmt. Die Biodieseltanks wurden gekühlt, um eine Explosion zu vermeiden.

Das Feuer dürfte während Montagearbeiten in der Produktionshalle ausgebrochen sein. Leitungen sind geborsten, der ausgeflossene Biodiesel hat Feuer gefangen. Angeblich gab es auch eine Explosion. Nach einer Version dürfte eine Gasflasche explodiert sein, nach einer anderen ein Tank mit Altspeisefetten.

Ein Arbeiter in der Halle erlitt lebensgefährliche Verbrennungen, ein Zweiter ist leicht verletzt worden. Kollegen retteten sie nach ersten Informationen. Was das Feuer ausgelöst hat, ist unklar.
FF Kirchberg am Wagram
ORF Niederösterreich

