Mix

Frankreich: Straßenschlacht – Feuerwehrmänner stecken Auto in Brand

Paris (Frankreich): Bei gewalttätigen Zusammenstößen zwischen Polizei und Feuerwehr sind am Dienstag, 21. November 2006, in Paris sieben Gendarmen verletzt worden, zwei davon schwer.

Wie die Polizeipräfektur mitteilte, erlitt einer der Ordnungshüter in der Nähe des Austerlitz-Bahnhofes einen Beinbruch durch einen Schlägel. Ein anderer Beamter der mobilen Gendarmerie wurde beim Versuch, den Feuerwehrleuten den Zugang zur Pariser Innenstadt zu versperren, am Kopf schwer verletzt, fünf Gendarmen trugen leichtere Verletzungen davon. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser in der französischen Hauptstadt eingeliefert. Feuerwehrleute setzten auch ein Fahrzeug der Gendarmerie in Brand. Die Zusammenstöße spielten sich am Rande einer friedlichen Kundgebung ab, mit der in Paris Tausende Feuerwehrleute für mehr Geld und eine bessere Rente ab 55 Jahren demonstriert hatten.

Kurier

Bericht von „Die Welt“ (D):

Heftige Schlacht zwischen Polizei und Feuerwehr
15 Menschen werden verletzt, als die Polizisten versuchen, eine Demonstration der Brandbekämpfer einzudämmen. Es fliegen Knallkörper und Notsignalraketen, und die Feuerwehrleute setzen sogar Hämmer gegen die Beamten ein. Einige sollen nicht ganz nüchtern in den Kampf gezogen sein.

Bei außergewöhnlich gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen demonstrierenden Feuerwehrleuten und Polizisten in Paris sind am Dienstag 15 Polizeibeamte verletzt worden, zwei von ernstlich. Ein Polizeifahrzeug ging in Flammen auf. Die Gewalt begann nach Angaben der Pariser Präfektur, als die Polizei die etwa 6000 Feuerwehrleute davon abhalten wollte, vom Bahnhof Austerlitz auf nicht genehmigter Route in das Pariser Stadtzentrum vorzustoßen. 35 Feuerwehrleute wurden festgenommen. Im Zentrum der Kundgebung standen Forderungen zu Gehältern und Renten.
Aufgebrachte „Pompiers“ gingen, Helme aufgesetzt und in Einsatzuniform, mit Wurfgeschossen, Notsignalraketen und Knallkörpern gegen die Ordnungskräfte vor. Ein Polizist wurde durch Hammerschläge stärker am Knie verletzt, ein zweiter am Kopf. Die Ausschreitungen zogen sich bis in den Abend hin, als die Polizei vergebens versuchte, die Feuerwehrleute mit Wasserwerfern und Tränengas davon abzuhalten, die Ringautobahn zu blockieren. Etwa 30 Demonstranten gelang dies.
Manche Demonstranten waren nach Augenzeugenberichten mit einem Bier oder Hochprozentigem in der Hand marschiert. Es war nicht die erste gewalttätige Demonstration von Feuerwehrleuten in Paris.
Die Welt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert