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USA: Flammeninferno in Kalifornien weiter ausgebreitet

Kalifornien (USA): Trotz eines Großeinsatzes von 2.000 Feuerwehrleuten, hat sich die tödliche Feuersbrunst in Südkalifornien weiter ausgebreitet. Das Feuer im hügeligen Hinterland von Palm Springs vernichtete nach Angaben der Forstbehörde schon 16.000 Hektar Land.

Am Freitagabend, 27. Oktober 2006 (Ortszeit), war es erst zu 25 Prozent eingedämmt. Laut Medien wurden zehn Häuser zerstört, weitere 500 Gebäude seien akut bedroht. Vier Feuerwehrleute waren am Donnerstag ums Leben gekommen, als sie von den rasch um sich greifenden Flammen eingezingelt wurden. Ein 23 Jahre alter Kollege schwebte am Freitag mit schwersten Verbrennungen weiter in Lebensgefahr. Die Ärzte stuften die Überlebenschancen des Mannes als „sehr gering“ ein. (Siehe dazu auch Bericht auf Fire-World im News-Mix)

Hunderte Anwohner waren dem Aufruf der Polizei gefolgt, die dünn besiedelte, nur über Bergstraßen zugängliche Region zu verlassen. Die Polizei führt das Feuer auf Brandstiftung zurück, allerdings gab es noch keine Festnahmen. Gouverneur Schwarzenegger kündigte eine umfangreiche Fahndung und eine harte Bestrafung der Täter an. Der Staat und andere Stellen haben insgesamt eine halbe Million Dollar (etwa 393.000 Euro) für Hinweise zur Festnahme der Brandstifter ausgesetzt.

Die gefürchteten Santa-Ana-Winde, trockene Winde aus den östlichen Wüstengebieten, fachten die Feuersbrunst weiter an. Mit einem Abflauen der Böen wurde erst am Sonntag gerechnet. Das heiße, trockene Wetter sollte weiter anhalten. Schwarzenegger hatte bereits am Donnerstag, dem 26. Oktober 2006, für den betroffenen Bezirk den Notstand ausgerufen. Am Regierungssitz in Sacramento wurden die Fahnen zum Gedenken der getöteten Feuerwehrleute auf Halbmast gesetzt.
Wald- und Buschbrände hatten im September im Nordwesten von Los Angeles bereits tausende Hektar Land vernichtet. Seit Jänner wurden knapp vier Millionen Hektar Wald vernichtet.

Salzburger Nachrichten

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