Brand

Nö: Waldbrand in Gutenstein forderte an die 150 Feuerwehrleute

Gutenstein (Nö): Ein Waldbrand im Piestingtal hielt am Montag, dem 9. Oktober 2006, an die 150 Feuerwehrleute stundenlang in Atem. Um 13:55 Uhr langte bei der Feuerwehr-Bezirksalarmzentrale in Wiener Neustadt der Notruf ein.

Insgesamt standen drei bis vier Hektar Wald zwischen Gutenstein und Steinapiesting in Flammen. Um 15:06 Uhr wurde der gesamte Abschnitt Gutenstein, insgesamt elf Feuerwehren, mittels Sirene, Pager und Blaulicht-SMS alarmiert.

Die Rauchschwaden waren vom Tal aus nicht ersichtlich. Die Alarmierung ist zwei aufmerksamen Mitarbeitern der Hoyo’schen Forstverwaltung zu verdanken, die sofort reagierten. Bereits die Anfahrt der ersten Vorhut gestaltete sich äußerst schwierig. Zum Brandherd konnte mit Einsatzfahrzeugen nicht vorgedrungen werden. „Das Gebiet in dem es brennt, ist völlig unwegsam und nur sehr schwer zu erreichen.“, erklärte Bezirksfeuerwehr-Kommandant Franz Wöhrer in einem ersten Lagebericht.

Die Feuerwehrmänner mussten 600 Meter und zahlreiche Steilhänge überwinden, um zum Brandherd zu gelangen. Vom Radersbach ausgehend wurden zwei Leitungen gelegt. Einsatzleiter Hermann Gamsjäger: „Wir haben zwei Kilometer Löschschläuche verlegt und insgesamt sechs Pumpen eingesetzt.“

An der Flammenfront standen bis zu vierzig Mann. Lediglich der Pinzgauer der FF-Thal konnte das extrem steile Gelände überwinden (Bild). Erst gegen 19 Uhr konnte eine erste Entwarnung gegeben werden. Den noch bestehenden Glutnestern soll heute (10.10.2006) Vormittag der Gar ausgemacht werden. Für die Freiwillige Feuerwehr Gutenstein ist es nicht der erste, jedoch einer der größten Waldbrände bisher. Als Ursache für die Feuerfront könnte laut Gutensteins Kommandant Gamsjäger ein Blitzschlag vor einigen Tagen in Frage kommen. Dabei könnten Glutnester vom Wind frisch angefacht worden sein und auf den Wald übergegriffen haben. Der entstandene Schaden kann noch nicht abgeschätzt werden.

Eingesetze Kräfte: Der Abschnitt Gutenstein mit 11 Feuerwehren und ca. 150 Mann, Rettung Pernitz, Polizei, Forstarbeiter.

FF Gutenstein
FF Pernitz

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