Nö: LKW Unfall auf der Ostautobahn
Fischamend (Nö): Um 12:47 Uhr des 7. September 2006 wurde die Feuerwehr Fischamend zu einem Brandeinsatz auf die A4 Richtung Wien Höhe Arbesthal mit dem Einsatzstichwort LKW-Brand alarmiert.
Kurz darauf begaben sich das RLF-A 2000 und TLF-A 4000 zur Einsatzstelle. Jedoch schon kurz vor der Ankunft konnte man sehen das der LKW welcher auf der Überholspur auf der Seite lag nicht in Brand stand. Wie es zu diesem Unfall kam ist unbekannt. Nach kurzer Erkundung wurde festgestellt, dass der Dieseltank des LKW welcher Kalk geladen hatte leck war. Sofort wurde mittels Ölbindemittel eine Barriere zum angrenzenden Straßengraben geschaffen um ein weiteres verseuchen des Erdreiches zu vermeiden. Von der ebenfalls an der Einsatzstelle eintreffenden Feuerwehr Bruck/Leitha wurde sofort der Brandschutz hergestellt.
Weiters trafen noch von der Feuerwehr Fischamend das Umweltschutzfahrzeug und das Vorausfahrzeug an dem Einsatzort ein. In der Folge wurden mehrere Kanister Bindemittel aufgebracht.
Nach Rücksprache mit dem zuständigen Einsatzleiter der FF Bruck/Leitha konnte die ausgerückte Mannschaft der FF Fischamend gegen 13:20 Uhr wieder einrücken.
In der Zeit von 12:47 Uhr bis 13:50 Uhr standen 13 Mitglieder mit vier Fahrzeugen im Einsatz.

Update 08. September 2006:
Am 07.09.2006, gegen 12.35 Uhr, lenkte ein 44-jähriger Ungarischer Staatsbürger ein Sattel-KFZ auf der A4-Ostautobahn aus Richtung Osten kommend in Fahrtrichtung Wien. Zum selben Zeitpunkt stand ein 45-jähriger Slowakischer Staatsbürger mit einem Sattel-KFZ bei Strkm 23,9 auf dem Pannenstreifen. Der 44-Jährige dürfte sein Fahrzeug aus unbekannten Gründen zu weit rechts gelenkt haben, verriss das Fahrzeug als er das Sattel-KFZ bemerkte und stürzte nach links. Das Heck des Anhängers ragte über die Mittelleitschiene in den 2. Fahrstreifen der Richtungsfahrbahn Ungarn, wobei durch die aufgerissene Außenhaut eine pulverförmige Ladung austrat. Aus dem stark beschädigten Treibstofftank traten etwa 300 l Diesel aus. Der Lenker wurde nicht verletzt. Beide Fahrstreifen der Richtungsfahrbahn Wien, sowie der 2. Fahrstreifen der Richtungsfahrbahn Osten waren ab 12.48 Uhr gesperrt. Ab 18.01 Uhr konnte die Richtungsfahrbahn Osten und um 19.33 Uhr die Richtungsfahrbahn Wien um wieder freigegeben werden.
– Bericht SID NÖ –
Die Feuerwehren Bruck an der Leitha und Fischamend wurden um 12.40 Uhr zu dem LKW-Unfall mit der Meldung „Verkehrsunfall mit LKW auf der A4 Richtungsfahrbahn Wien Höhe Arbesthal. LKW beginnt zu brennen.“ mittels Sirene und Funkmeldeempfängern alarmiert.
Die Feuerwehr Fischamend, welche als erste am Einsatz eingetroffen war, konnte einen Brand nicht wahrnehmen und so wurden erste Sicherungsmaßnahmen durch den Einsatzleiter angeordnet.
Unmittelbar nach Eintreffen des Einsatzleiters der FF Bruck an der Leitha wurde er vom Einsatzleiter der FF Fischamend über die bereits gemachten Maßnahmen informiert.
Unverzüglich wurde auch die Wasserrechtsbehörde über den Unfall und des in grossen Mengen ausgeflossen Dieselöls informiert, welche wiederum sofort den Einsatz aller zur Verfügung stehenden Mittel zur Hintanhaltung einer Umweltgefährdung veranlasste.
Nach Abrücken der FF Fischamend wurden für die Bergung zwei Kräne, ein Bergefahrzeug und eine Sattelzugmaschine von einer Privatfirma angefordert.
Nach Absprache und nochmaliger Rücksprache mit der Transportfirma wurde die Entscheidung getroffen, dass der Sattelzug als beladener (24t „Zeolite“) wieder aufgestellt werden soll. Dies daher, da der Umpump- bzw. Umfüllvorgang (ohne der Zeit für An- und Abreise des Ersatzfahrzeuges) rund fünf Stunden in Anspruch genommen hätte.
Für die Bergung und des weiteren Abtransports des Unfallwracks wurden von Seiten der Feuerwehr am Silowagen Planen angebracht und untergelegt sodass ein massives Austretens des pulverförmigen Mediums weitestgehend verhindert werden konnte.
Zum Verhindern einer Staubwoke im Falle eines Austritts der Ladung wurde ein Tanklöschfahrzeug
(TLF-A 4000) der FF Schwechat angefordert welches mit einem HD-Rohr und einem Hydroschild eine größere Staubentwicklung verhinderte.
Während des gesamten Einsatzes wurde ein zweifacher Brandschutz aufrecht erhalten.
Nach der Bergung und Entfernung des verunfallten Sattelzuges wurde das kontaminierte Erdreich abgebaggert und das mit Dieselöl getränkte Ölbindemittel von einer konzessioniertem Entsorgungsfirma zur weiteren Behandlung übernommen bzw. abtransportiert.
Die übrigen Reinigungsarbeiten der Fahrbahn wurde von der Autobahnmeisterei Schwechat mit einem Spezialgerät hierfür duchgeführt.
Eingestzte Kräfte:
Feuerwehr Bruck an der Leitha:
1 RLF-A 2000, 1 SRF, 1 SSTF mit Anhänger, 1 VF, 1 KDTF und 15 Mann
Feuerwehr Fischamend:
1 RLF-A 2000, 1 TLF-4000, 1 SSTF, 1 Voraus und 15 Mann
Feuerwehr Schwechat:
1 TLF-A 4000 und 6 Mann
Weitere Kräfte
Autobahnpolizei Schwechat
Sämtliche Polizeistreifen der umliegenden PIen für die Umleitungsstrecke über die L B9, L B10 und L166
ASFINAG
2 Bergekräne, 1 Bergegerät und 1 Sattelzugmachine einer Privatfirma
2 LKW samt Bagger und Arbeitsgeräten für die erforderlichen Erdarbeiten einer Entsorgungsfirma
1 RTW des ASBÖ mit 3 Mann
Autobahnmeisterei Schwechat
Wasserrechtsbehörde bzw. Sachverständige der BH Bruck an der Leitha
Dauer des Feuerwehreinsatzes:
12.40 bis 20.40 Uhr
Einsatzleiter:
HBI Claus Wimmer
Der Einsatzleiter bedankt sich auf diesem Wege für die hervorragende Zusammenarbeit aller eingestzten Kräfte und der hervorragenden Koordination mit der NÖ Landeswarnzentrale.
Bericht FF Bruck an der Leitha


