Griechenland: Die Waldbrände wüten weiter
Griechenland: In Griechenland wüten weiter heftige Waldbrände. Auf der nordöstlichen Halbinsel Chalkidike (Chalkidiki) kämpften die Löschmannschaften gegen eine fünf Kilometer breite Feuerwand; der Brand war nach Angaben der Feuerwehr aber unter Kontrolle.
Häuser seien derzeit nicht bedroht, sagte Feuerwehrchef Andreas Kois im griechischen Fernsehen.
Armee hilft Feuerwehr: Nach Behördenangaben fielen bereits bis zu 4.000 Hektar Pinienwälder und mehr als ein Dutzend Häuser den Flammen zum Opfer. Mehr als 200 Feuerwehrleute, zwei Armeeeinheiten und rund 70 Freiwillige kämpften unterstützt von Löschflugzeugen gegen die Brände.
Auf Chalkidike war am Montag, 22. August 2006, ein deutscher Tourist bei dem Versuch ums Leben gekommen, sich vor den Flammen auf ein Schlauchboot in Sicherheit zu bringen, vom Feuer betroffen sind auch knapp 100 Österreicher, die morgen frühzeitig in ihre Heimreise antreten sollen.
Im Süden der Halbinsel Peloponnes wütete ein Feuer weiter, dass am Montag ausgebrochen war. Der Brand zerstörte nach Angaben der Regionalbehörden bereits hunderte Hektar Olivenhaine und andere Kulturen. Die Bewohner mehrerer kleiner Siedlungen wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht.
Update: Auf der griechischen Halbinsel Chalkidike kämpfen die Einsatzkräfte weiter gegen Waldbrände. „Die Situation ist in der Nacht noch total eskaliert“, berichtete ein Augenzeuge, der oberösterreichische ÖVP-Europaparlamentarier Paul Rübig, der APA. Straßen seien gesperrt worden, Touristen wurden in Sicherheit gebracht. 44 österreichische Urlauber waren gestern Nacht mit Bussen aus dem Krisengebiet gebracht worden und sollen morgen heimfliegen. „Es riecht verbrannt und Rußpartikel fliegen herum“, berichtete die Pressesprecherin des Reiseveranstalters TUI, Karin Rifaat. Die 44 Österreicher warteten in Saloniki auf Heimflüge nach Wien, Graz, Salzburg und Linz. Alle Österreicher, die die Region in Richtung Saloniki verließen, seien „erleichtert, aber auch bestürzt, welche Situationen sich hier abspielen“, berichtete Rübig. Die Evakuierung sei „dringend notwendig gewesen“. Es sei nicht mehr verantwortbar gewesen, die Urlauber in der Krisenregion verweilen zu lassen.
4.000 Hektar Wald vernichtet: Nach Behördenangaben fielen den Bränden bisher bis zu 4.000 Hektar Pinienwälder und mehr als ein Dutzend Häuser zum Opfer. Rund 300 Einsatzkräfte kämpften gestern Abend gegen eine fünf Kilometer breite Feuerwand; der Brand war nach Angaben der Feuerwehr aber unter Kontrolle.
