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Waldbrandgefahr in Österreich – Feuerwehr rufen zur Vorsicht auf

Österreich: Die anhaltende Hitzeperiode steigert im gesamten Bundesgebiet die Gefahr von Wald- und Flurbränden. Auch die aktuellste Gefährdungsanalyse der Waldbrandkommission der Europäischen Union weist für Teile unseres Bundesgebietes ein erhöhtes Risiko aus …

… – erstmals seit Bestehen dieses Ende der 90er-Jahre aufgebauten Vorwarnsystems. Bei der Risikoeinschätzung der Waldbrandgefahr durch die EU-Waldbrandkommission werden sowohl meteorologische Daten als auch die Vegetation berücksichtigt. Aktuell ausgebrochene Wald- und Flurbrände fließen ebenfalls in die Gefahreneinschätzung ein.

Aufgrund der seit Tagen und Wochen herrschenden extremen Hitze und Trockenheit kann bereits eine kleine Zündquelle zum Entflammen von verdorren Gras oder Unterholz führen. Eine rasche Brandausbreitung ist dann oft nicht mehr zu verhindern. Der Österreichische Bundesfeuerwehrverband rät daher dringend, einige einfache aber wirkungsvolle Vorbeugungsmaßnahmen zu beachten:

• Kein Feuer im Bereich von Wald und Wiesen (Lager- und Grillfeuer, Verbrennen von Laub, etc.) entzünden!
• Keine Zigaretten wegwerfen (auch nicht aus dem Autofenster)!
• Keine Flaschen wegwerfen – sie können durch den Brennglaseffekt zum Ausbruch eines Brandes führen!
• Vorsicht von Parken des Pkws im trockenen Gras: ein heiße Katalysator kann zur Zündquelle werden!

Feuerwehren vorbereitet
„Die Feuerwehren in Österreich sind auch auf die Bekämpfung von Waldbränden bestens vorbereitet. Der Zeitfaktor spielt dabei aber eine wesentliche Rolle. In den meisten Fällen kann der Brand durch den raschen Einsatz von Tanklöschfahrzeugen in der Entstehungsphase gelöscht werden“, erklärt der Präsident des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes, Ing. Manfred Seidl. „Wird der Brand jedoch zu spät entdeckt oder befindet er sich in unwegsamen Gelände sind umfangreicher Personal- und Geräteeinsatz meist unvermeidbar.“

In allen Bundesländern gibt es speziell geschulte und ausgerüstete Einheiten des Feuerwehr-Flugdienstes, die mit Geräten zur Waldbrandbekämpfung aus der Luft ausgestattet sind. Bei den Fluggeräten (zumeist Hubschraubern) ist die Feuerwehr auf die Unterstützung Dritter angewiesen – meist Innenministerium und Bundesheer.


Risikokarte für den 22. Juli 2006

Flächendeckendes Feuerwehr-System
In den vergangenen Jahren hat es in mehreren europäischen Staaten (Italien, Kroatien, Frankreich etc.) immer wieder verheerende Wald- und Flächenbrände gegeben, die tage- und wochenlang nicht unter Kontrolle zu bringen waren. Dies beweist, wie sinnvoll das flächendeckende Feuerwehrsystem in Österreich ist. Präsident Ing. Manfred Seidl: „Selbst die kleinste Ortsfeuerwehr kann in unserem Land einen wirkungsvollen Ersteinsatz leisten. Betroffene müssen nicht eine halbe Stunde oder länger auf Hilfe von einem weit entfernt liegenden Feuerwehrstützpunkt warten!“
Gerade bei Waldbränden – oder im Katastropheneinsatz – sind viele Hände gefragt: nur die Vielzahl an Feuerwehren kann die Schlagkraft der Feuerwehren in Österreich gewährleisten.

Österreichischer Bundesfeuerwehrverband

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