USA: Kaliforniens Waldbrände dehnen sich aus – Bereits 100 Häuser zerstört
Kalifornien (USA): Die Waldbrände in Kalifornien weiten sich aus. Gouverneur Schwarzenegger rief für die Region San Bernardino den Notstand aus. Die Behörden befürchten, dass sich zwei seit Tagen lodernde Großfeuer dort vereinen könnten
In fünf Siedlungen laufen bereits Zwangsevakuierungen. Anderen Bürgern des Gebiets wurde empfohlen, sich in Sicherheit zu bringen. Und für die nächsten Tage sind Temperaturen über 40 Grad prognostiziert – was die Brände weiter anheizt.
Bereits 100 Häuser zerstört: Die Flammen greifen in Windeseile um sich. Nachdem sich die schweren Buschbrände in Kalifornien weiter ausbreiten, hat der US-Bundesstaat den Notstand ausgerufen. Gouverneur Arnold Schwarzenegger verhängte die Maßnahme am Donnerstag, dem 13. Juli 2006, auf Bitten des am schwersten betroffenen Bezirks San Bernardino. Damit können nun alle Mittel des Bundesstaates mobilisiert werden, um die Feuer unter Kontrolle zu bringen. Bisher wüten in der Region rund 150 Kilometer östlich von Los Angeles zwei schwere Brände. Sie gehen beide auf natürliche Ursachen zurück, einer von beiden wurde durch einen Blitzschlag ausgelöst. Die Brände haben bereits rund 23.000 Hektar Busch und Wald vernichtet und etwa 100 Häuser zerstört.
Massiver Feuerwehreinsatz: Die Feuerwehr kämpft mit Löschflugzeugen, Helikoptern und Fahrzeugen gegen die Flammen an, konnte die Brände jedoch bisher nicht unter Kontrolle bringen. Am Freitag, 14. Juli 2006, drohten sich die beiden Brände zu einem einzigen zu vereinen und bedrohten die Touristenorte rund um den Big-Bear-See auf 2.000 Meter Höhe.
„Innerhalb einer Stunde außer Kontrolle“: „Es war verrückt, innerhalb einer Stunde ist das völlig außer Kontrolle geraten“, sagte Einwohner Ray Watson dem „San Francisco Chronicle“. Watson hatte mit einigen Dutzend anderen Geflüchteten in einem Cafe Schutz gesucht. Der Brand war zu weniger als 15 Prozent unter Kontrolle. Mehrere tausend Feuerwehrleute waren im Einsatz. Aus der Luft wurden brandhemmende Chemikalien versprüht.
Eines der Feuer war am 9. Juli durch Blitze ausgelöst worden. Es weitete sich in Windeseile in alle Richtungen aus.
Bedroht war unter anderem Pioneertown, wo Hollywood mehrere Western gedreht hat. Der Ort – etwa 200 Kilometer östlich von Los Angeles – war 1946 als Dauerkulisse für Western-Filme errichtet worden. Der letzte Film wurde dort 1995 gedreht.
Keine Entspannung in Sicht: Entspannung ist nicht in Sicht: Meteorologen sagten für die nächsten Tage Temperaturen von über 40 Grad Celsius und Wind voraus. Der Brand ist das erste große Buschfeuer der Saison in Kalifornien. Der Westen der USA wird jedes Jahr von Busch- und Waldbränden heimgesucht
