Nö: LEBIG nicht für Feuerwehr zuständig
Niederösterreich: Das Land bietet dem Roten Kreuz erneut an, die Mehrheit an der LEBIG zu übernehmen. Ein klare Absage erteilt Finanzlandesrat Wolfgang Sobotka (ÖVP) Gerüchten, wonach LEBIG auch Feuerwehren und Polizei alarmieren könnte.
Die Mitarbeiter der LEBIG seien mit der Organisation der Rettungstransporte und dem Management der Notarzteinsätze gut ausgelastet, argumentiert Sobotka. Sich um andere Blaulichtorganisationen zu kümmern sei weder die Aufgabe der LEBIG noch möglich. Und daran werde die geplante Einführung eines Bündelfunks, eines gemeinsamen Funksystems für alle Blaulichtorganisationen, nichts ändern. Das BOS-System ist ein Plan des Innenministeriums und könnte 2007 auch in Niederösterreich zum Einsatz kommen. Dass das die LEBIG überflüssig macht, schließt der Landesrat aus.
Die Rettungsdienste so gut wie möglich durchzuführen, verdiene die Unterstützung des Landes. Alles andere sei Sache des Innenministeriums. Man wolle sich um die eigenen Hausaufgaben kümmern und abwarten, was darüber hinaus der Bund vorschlagen wird.
Mit der Übernahme der LEBIG plant die Landesregierung dem Roten Kreuz finanziell unter die Arme zu greifen. Die Rettungsorganisation, die selber nicht gerade im Geld schwimmt, solle nicht mehr die LEBIG finanziell unterstützen müssen.
