Oö: Neuerlich Unwetter-Hochwasser in Bad Mühllacken
Bad Mühllacken (Oö): Nachdem bereits am Freitag, 7.7.2006, am Abend Teile der Ortschaft Bad Mühllacken, Gemeinde Feldkirchen/D., von wolkenbruchartigen Regenfällen, Sturzbächen und Gerölllawinen heimgesucht wurden, erwischte es den Ort am Sonntag, 9.7.2006, kurz vor 20.00 Uhr mit noch größerer Zerstörungskraft.

Am Freitag und Samstag konnten die ärgsten Schäden bereits wieder beseitigt werden, als am Sonntag dann kurz vor 20.00 Uhr eine Hagelfront gefolgt von sintflutartigen Regenfällen über Bad Mühllacken niederging.
Die sofort ausgerückten Kameraden der FF Bad Mühllacken konnten vor allem beim Kurhaus der Marienschwestern und beim Altersheim durch Anbringen der Hochwassersperren größere Schäden verhindern, auch bei einigen Privathäusern konnten noch mit Schaltafeln und Sandsäcken soweit Barrieren geschaffen werden, dass die Fluten „nur“ in die Keller strömten und nicht in die Wohnräume. Dennoch wurden aufgrund der Wucht es Ereignissen etliche Wohnhäuser auch im Erdgeschoss in Mitleidenschaft gezogen. Gerade jene, die es am Freitag bereits betroffen hatte, wurden wieder Opfer der Fluten, die diesmal nicht vom Pesenbach und Tiefenbach (so wie 2002) kamen, sondern vom Reuterbach, der ansonsten ein eher kleines Rinnsal darstellt.
Kurzfristig drohte auch eine Steinmauer eines Teiches zu bersten, sodass sich die FF Bad Mühllacken und die sofort zur Hilfe geeilten Gemeindefeuerwehren FF Landshaag, FF Lacken und FF Feldkirchen bzw. überörtliche Kräfte (insgesamt 8 Feuerwehren mit an die 20 Fahrzeugen und über 100 Männern und Frauen) auf die Evakuierung von Menschen aus dem Gefahrenbereich konzentrierten.

Nachdem die Regenfälle nachließen und die Wassermassen langsam abziehen konnten, begannen die Aufräumarbeiten, die sich bis 3.00 Uhr in die Nacht hineinzogen. Auch am Montag sind die Männer der FF Bad Mühllacken und der FF Feldkirchen noch den ganzen Tag mit Aufräumarbeiten beschäftigt.
In Feldkirchen/D. waren am Sonntag auch die Ortschaften Rosenleiten und Freudenstein massiv betroffen, wo die FF Mühldorf und überörtliche Kräfte die Wasser- und Schlammmassen bekämpften.
