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Spanien: 41 Todesopfer bei U-Bahn-Unglück in Valencia

Spanien: Bei einem schweren U-Bahn-Unglück in der spanischen Regionalhauptstadt Valencia sind am Montag, 3. Juli 2006, 41 Menschen getötet worden. Mehr als 45 Menschen wurden schwer verletzt, teilten die Behörden mit. Österreicher dürften laut Botschaft in Madrid nicht unter den Opfern sein.

Die Bahn war laut Regionalregierung offenbar mit überhöhter Geschwindigkeit in eine Kurve zwischen den zwei Stationen gefahren und in dem unterirdischen Streckenbereich entgleist. Zwei Bahnwagen seien umgekippt. Zudem sei ein Rad eines Wagens gebrochen. Ein Waggon soll sich überschlagen haben. Zahlreiche Rettungswagen und Polizeieinheiten waren im Einsatz. 150 Personen mussten von den Rettungskräften aus dem verrauchten Tunnel gebracht werden.

Viele der Opfer wurden in den Wracks eingeklemmt und mussten von der Feuerwehr mit schwerem Gerät befreit werden. Laut Feuerwehr wurden sämtliche überlebenden Insassen des U-Bahn-Zuges in Sicherheit gebracht.
Die Notrufzentrale sei von einem Passagier in einem der verunglückten Waggons via Handy alarmiert worden. In den folgenden Minuten seien rund 20 weitere Anrufe von Fahrgästen aus diesem Waggon eingelangt, berichtetet die spanischen Tageszeitung „El Pais“. Die Rettungskräfte bahnten sich den mühsamen Weg durch den verrauchten Tunnel zu den Eingeschlossenen.

Auf Fernsehbildern waren Rettungskräfte zu sehen, die offenbar schwer Verletzte auf Tragen in bereitstehende Notarztwagen brachten. Zahlreiche Polizei- und Sicherheitskräfte sperrten den Schauplatz ab. Die Identifizierung der Toten werde schwierig, die Leichen seien verstümmelt, hieß es weiter. Psychologen betreuten am Ort die Angehörigen der Opfer. König Juan Carlos und Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero bekundeten ihr Mitgefühl.

Einen Terroranschlag schlossen die Behörden aus. Nach ersten Erkenntnissen habe es sich um einen Unfall gehandelt. 2004 waren bei Bombenanschlägen auf vier Vorortzüge in Madrid 191 Menschen getötet und fast 2.000 verletzt worden. Die Ursache des Unglücks war nach Behördenangaben vermutlich überhöhte Geschwindigkeit. Es sehe so aus, als ob der Unfall durch zu schnelles Fahren ausgelöst worden sei, sagte Luis Felipe Martinez, Sprecher der Regionalregierung, dem spanischen Radio. Zudem sei ein Rad des U-Bahn-Wagens gebrochen. Nach einer anderen Hypothese war eine Tunnelwand eingestürzt.

Österreichischer Rundfunk

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