Schweiz: Chemieunfall in Tessiner Schwimmbad – Chlorwolke ohne schwere Folgen
Schweiz: In einem Tessiner Schwimmbad ist es am Dienstagabend, 27. Juni 2006, zu einem Unfall mit einer austretenden Chlorwolke gekommen. Ein Erwachsener und sechs Kinder mussten ins Spital eingeliefert werden. Sie sollten keine gesundheitlichen Schäden haben.
Ein 51-jähriger Tessiner und sechs Kinder aus der Deutschschweiz sind am Dienstagabend wegen einer Chlorvergiftung ins Spital gebracht worden. Das Chlor war aus einem defekten Rohr in einem Schwimmbad im Malcantone entwichen.
Der technische Defekt ereignete sich in einem Gebäude, das an das Schwimmbad angrenzt. Dem 51-jährigen Aufseher der Anlage gelang es, die Türen des Lokals zu schliessen. Die Chemie- und Feuerwehren von Lugano und Caslano brachten die Situation danach rasch unter Kontrolle.
Zwölf Personen kamen mit der ausgetretenen Chlorwolke in Kontakt. Nebst dem 51-jährigen Aufseher wurden sechs Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren nach Lugano ins Spital gebracht, teilte die Tessiner Polizei mit. Die Opfer beklagten sich über Übelkeit und Atemprobleme. Zudem wiesen sie Symptome einer Hautrötung auf. Gesundheitliche Schäden sollten sie allerdings keine davontragen.
Ein Sprecher der Feuerwehr von Lugano sagte auf Anfrage, dass es sich um einen Einsatz wie im Lehrbuch gehandelt habe. Wegen den zahlreichen Schwimmbädern simuliere die Chemiewehr des öfteren solche Einsätze. Insgesamt rückten mehr als 20 Rettungskräfte aus.
