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Sbg/Oö: Teilweise heftige Unwetter am 27. Juni 2006 sorgten für Einsätze

Salzburg/Oberösterreich: Heftige Stürme, Gewitter und Hagel sind am Dienstagbend, 27. Juni 2006, über Teilen des Pongaus, des Pinzgaus und des Tennengaus niedergegangen. Personen wurden nicht verletzt, der Sachschaden ist jedoch beträchtlich.

Bäche traten über die Ufer, kleinere Muren sind abgegangen, der Wind hat Hausdächer teilweise abgedeckt und zahlreiche Bäume geknickt. In Mühlbach sind zwei Jugendliche mit ihrem Mofa in eine umgestürzte Fichte gekracht und dabei leicht verletzt worden. Insgesamt waren hunderte Feuerwehrleute im Einsatz um Keller auszupumpen und Straßen freizulegen.

In Golling und Scheffau wurden durch den heftigen Sturm Bäume auf die Lammertal-Straße und auf die Salzachtal-Straße geworfen. Dabei riss eine Stromleitung. Die Salzachtal-Straße war eine Stunde lang gesperrt.

Durch umgestürzte Bäume blockiert waren auch die Glemmtaler Landstraße bei Viehhofen, die Seepromenade in Zell am See und die Pinzgauer Straße bei Maishofen. Dort wurde ein Auto von einem Baum schwer beschädigt, der Lenker blieb jedoch unverletzt. In Maria Alm und Saalfelden drohte die Urslau über die Ufer zu treten.

Ein normalerweise harmloses Bächlein hätte in Maria Alm ein Haus beinahe schwer beschädigt, schildert Bewohnerin Elfi Heugenhauser: „Gegen 17 Uhr ist plötzlich ein grausliches Unwetter aufgezogen. Wir haben uns gleich große Sorgen gemacht, weil wir das ja schon öfter erlebt haben. Dann hat es fürchterlich gehagelt und der Hagel hat die Gärten mitsamt den Blumen zerstört. Mein Mann hat dann Zäune beseitigt, denn sonst wäre auch das Haus beschädigt worden.“

Im benachbarten Saalfelden musste die Feuerwehr mit 95 Mann ausrücken, sagt Ortsfeuerwehrkommandant Hans-Peter Heugenhauser: „Wir waren an insgesamt 16 Stellen im Einsatz. Wir mussten Sturmschäden beseitigen, nachdem zum Beispiel etliche Bäume auf Stromleitungen, Häuser und Fahrzeuge gestürzt waren.

Die Urslau drohte im Bereich des Ortszentrums wieder über die Ufer zu treten. Das konnten wir verhindern.“

In Mühlbach am Hockönig stürzte eine riesige Fichte auf ein unbewohntes Ferienhaus. Die Katschberg-Straße war bei Bischofshofen wegen umgestürzter Bäume eine knappe Stunde lang unpassierbar.

Die meisten der betroffenen Straßen konnten noch in der Nacht frei geräumt werden. Teilweise musste aber noch am Mittwoch an der Behebung der Schäden gearbeitet werden.

ORF Salzburg

OBERÖSTERREICH:
Heftige Gewitter mit Regenfällen haben am Dienstagabend, 27. Juni 2006, zu Überflutungen und Murenabgängen geführt. Besonders betroffen waren Teile des Mühlviertels, des inneren Salzkammerguts und der Pyhrn-Eisenwurzen. Nur wenige Minuten haben die Abendgewitter gedauert, diese reichten aber völlig aus, um in den Bezirken Gmunden, Steyr-Land, Kirchdorf und Freistadt teils schwere Beschädigungen an Häusern und Straßen zu verursachen.

Besonders betroffen war der Raum Königswiesen im unteren Mühlviertel. Hier wurden binnen kürzester Zeit mehrere Häuser überschwemmt. Mehr als 50 Feuerwehrleute waren stundenlang im Einsatz.

Aber auch die Kollegen in Gosau im inneren Salzkammergut hatten eine schlaflose Nacht. Der Gewittersturm riss etliche Hektar Wald nieder, mehrere Wohnhäuser wurden beschädigt.
Auch eine 30-KV-Leitung wurde durch den Sturm in Mitleidenschaft gezogen, sodass die Gosauer am Abend ohne Strom waren. Auch einzelne Ortschaften im Bezirk Steyr-Land waren einige Zeit ohne Strom.
Schließlich musste auch die Pass Gschütt Straße wegen umgestürzter Bäume gesperrt werden. Gleiches galt für Straßen in Klaus und Windischgarsten im Bezirk Kirchdorf sowie Kleinreifling im Bezirk Steyr-Land.

ORF Oberösterreich

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