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Oö: Hohe Einsatzzahlen der Berufsfeuerwehr Linz für 2005

Linz (Oö): Zu mehr als 4.000 Einsätzen musste im letzten Jahr die Berufsfeuerwehr Linz ausrücken. Der Großteil der Aufgaben bezieht sich mittlerweile auf technische Hilfeleistungen, doch nach wie vor ist durchschnittlich mindestens ein Brand pro Tag zu bekämpfen.

Besonders gefährlich sind dabei Wohnungsbrände. Durch die gesundheitsschädlichen Rauchgase etwa kommen auch immer wieder Menschen zu Schaden. Ein Brand in der Wohnung ist lebensbedrohlich. Im vergangenen Februar ist zum Beispiel eine 57-jährige Linzerin in Panik aus dem Fenster ihrer Wohnung im zweiten Stock gesprungen und hat sich schwer verletzt, weil Feuer und Rauch ihr den Fluchtweg durchs Stiegenhaus versperrten.
Allein im Jahr 2005 musste die Berufsfeuerwehr zu 174 Wohnungsbränden ausrücken. Die häufigsten Ursachen für Feuer in Wohngebäuden sind das Rauchen und angebrannte Speisen, gefolgt von elektrischen Defekten.
Gefährlich an den Bränden im Wohnbereich sind vor allem die Rauchgase. Sie sind stets giftig und enthalten neben Kohlenmonoxid und Kohlendioxid oft Ammoniak oder Blausäure. 95 Prozent aller Brandopfer sterben an einer Rauchgasvergiftung oder ziehen sich Verätzungen von Lunge und Atemwegen zu.

Um die Gefahr für Menschen einzudämmen, empfiehlt Feuerwehrchef Wolfgang Kaplan, in den Wohnungen Rauchmelder zu verwenden. Diese etwa 15 Euro teuren, leicht montierbaren Geräte gibt es in jedem Baumarkt, und sie können durch ihre frühe akustische Warnung Leben retten.

In der Jahresbilanz der Linzer Berufsfeuerwehr sind knapp 2.600 technische Hilfseinsätze, rund 1.600 Brandeinsätze verschiedenster Art sowie zahlreiche weitere Sicherheits- und Serviceeinsätze aufgelistet. Die Sachschäden, die bei den diversen Einsätzen entstanden sind, belaufen sich auf gut zwei Millionen Euro. Dem stehen fast 16 Millionen Euro Sachwerten gegenüber, die von der Feuerwehr gerettet werden konnten.

ORF Oberösterreich
BF Linz

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