Rumänien: Neuerlich Evakuierungen wegen Hochwasser erforderlich
Rumänien: Im Süden Rumäniens hat sich die Hochwasserlage entlang der Donau am Montag, dem 24. April 2006 wieder verschärft. Mindestens 2500 Personen mussten ihre Häuser verlassen, nachdem ein Deich an der Donau nachgegeben hatte. Laut einem Vertreter der Rettungsmannschaften war der Deich auf einer Länge von hundert Metern gerissen. Die Einbruchstelle rund vier Kilometer vor Bistretu lasse sich nicht mehr abdichten.
Sinkende Pegelstände am Unterlauf der Donau hatten zuvor in den südosteuropäischen Ländern die Hoffnung geweckt, das Schlimmste sei überstanden. Wegen des anhaltenden Regens und der Schneeschmelze rechnen die Behörden nun jedoch mit weiteren Dammbrüchen. In Bulgarien bleibt der Notstand in allen Donaugemeinden in Kraft. Wie die Behörden mitteilten, sind die Pegel des Flusses am westlichen Abschnitt bei Widin zwar um wenige Zentimeter gesunken, weiter östlich sei der Wasserstand hingegen leicht angestiegen. Obwohl die Wasserstände der Hochwasser führenden Flüsse Theiss und Körös in Ungarn leicht gesunken sind, besteht nach wie vor Überschwemmungsgefahr. Am Montagmorgen brach ein weiterer Deich an der Körös auf einer Länge von 200 Metern.
