Brand

Nö: Tödliches Feuerinferno auf der Südautobahn bei Wr. Neudorf

Wr. Neudorf (Nö): Nach einem schweren Verkehrsunfall standen zwei Lkw, einer davon mit Nitro-Dosen beladen, auf der Südautobahn bei Wiener Neudorf in Brand.

Es sind mindestens auch vier Pkws beteiligt.

Eine Person ist bis zur Unkenntlichkeit verbrannt, es gibt mehrere weitere Verletzte.

Die Feuerwehren Wr. Neudorf und Mödling sowie das Rote Kreuz, Notarzwägen und Rettungshubschrauber stehen im Großeinsatz.

Update BFKDO Mödling um 17:58 Uhr

Südautobahn nach Feuerinferno weiterhin gesperrt – Feuerwehr Wiener Neudorf nach wie vor im Großeinsatz

Die Südautobahn bei Wiener Neudorf ist nach dem schweren Verkehrsunfall nach wie vor in Fahrtrichtung Wien gesperrt.

Die Fahrtrichtung Süden konnte vor wenigen Minuten für den Verkehr freigegeben werden.

Der Unfall hat sich gegen 14.20 Uhr bei Kilometer 6,5, unmittelbar nach der Autobahnauffahrt Mödling, ereignet.

Ein mit mehreren Paletten Nitroverdünnung in Dosen und anderen Farbkanistern mit brennbarem Inhalt beladener Lkw ist im Unfall beteiligt gewesen. Das Fahrzeug hat die Beton-Mittelleitschiene gerammt � dabei wurde die Vorderachse ausgerissen. In der Folge stürzte der Lkw um. Ein weiterer Klein-Lkw und ein Pkw haben sich in den umgestürzten Lkw verkeilt. Die drei Fahrzeuge sind sofort in Brand geraten. Es ist davon auszugehen, dass sich aufgeplatzte Nitrodosen entzündet haben.

Es kam zu einer dramatischen Brandausbreitung.

Der Lenker des in den Unfall verwickelten Pkw dürfte brennend aus dem Fahrzeug geflüchtet sein, er brach aber nach wenigen Metern zusammen und verbrannte im Inferno bis zur Unkenntlichkeit. Der Lenker des Lkw wurde von zwei zufällig auf der Richtungsfahrbahn Süden vorbeikommenden Sanitätern erstversorgt. Der Mann hat schwerste Verbrennungen am Rücken erlitten.

An den Unfall sind noch vier weitere Pkw beteiligt, die aber nicht gebrannt haben.

Bereits bei Alarmierung der Feuerwehr Wiener Neudorf durch die Bezirksalarmzentrale Mödling standen die Fahrzeuge in Vollbrand.

Beim Eintreffen fanden die Feuerwehrleute ein Inferno vor. Mitten darin lag der verbrannte Pkw-Lenker auf der Fahrbahn. Die Feuerwehr Wiener Neudorf musste wegen der starken Rauchentwicklung mit schwerem Atemschutz vorgehen. Der Löschangriff erfolgte mit Schaumrohren. Immer wieder zerknallten während der Löscharbeiten Nitrodosen und flogen wie Raketen meterweit durch die Luft. Die Feuerwehr Wiener Neudorf setzte unter anderem ein Großtanklöschfahrzeug mit 10.000 l Wasser ein.

Zur Unterstützung der Löscharbeiten wurde dann auch noch die Feuerwehr Mödling mit weiteren zwei Tanklöschfahrzeugen angefordert.

Insgesamt waren 50 Feuerwehrleute mit zehn Fahrzeugen im Einsatz.

Zur Zeit sind noch immer Sicherungsarbeiten im Gang, auch die Unfallerhebungen der Polizei ist noch nicht abgeschlossen. Mit der Bergung der Unfallfahrzeuge konnte noch nicht begonnen werden.

Mödlings Bezirkshauptmann Dr. Hans Nistl ist an der Einsatzstelle und hat die Behördeneinsatzleitung übernommen.

Auch Sachverständige sind vor Ort, um die Bodenkontamination des Randsteifens durch ausgeflossene Nitroverdünnung zu beurteilen.

Das schwere Kranfahrzeug der Feuerwehr Mödling ist an die Unfallstelle beordert worden um nach Freigabe der Fahrzeuge die Bergung zu unterstützen.

Update BFKDO Mödling um 20:52 Uhr

Die Bergung der Unfallfahrzeuge ist voll angelaufen, wird aber noch einige Zeit andauern. Die Südautobahn ist in Fahrtrichtung Wien weiterhin gesperrt.

Update BFKDO Mödling um 22:47 uhr

Acht Stunden nach Beginn des Feuerwehreinsatzes auf der Südautobahn ist nun endlich ein Ende des Feuerwehreinsatzes absehbar.

Die ausgebrannten Wracks � die Staatsanwaltschaft hat sie beschlagnahmt – sind mit dem Feuerwehrkran Mödling auf Tieflader verladen worden.

Beim Aufladen der zum Großteil ausgebrannten Nitrodosen in Containermulden mussten von der Feuerwehr Wiener Neudorf immer wieder Löschschaum aufgebracht werden, um die weiterhin bestehende Brandgefahr zu bannen.

Insgesamt sind von der Feuerwehr bei den Löscharbeiten mehr als 900 Liter Schaummittelkonzentrat, das Löschwasser beigemengt wird, verbraucht worden.

Die A2 ist in Fahrtrichtung Wien weiterhin gesperrt. Nach der Beseitigung der Wracks kann die Autobahnmeisterei nun mit der Reinigung der total verschmutzten Fahrbahn beginnen.

Fotos: HofBauer/BFK Mödling

BFKDO Mödling

Bericht der Redaktion

Um 14:27 Uhr wurde heute Freitag, dem 21. April 2006 die Freiwillige Feuerwehr Mödling zur Unterstützung der FF Wr. Neudorf bei einen Lkw-Brand gerufen. Einsatzleiter HBI Günther Stift forderte Aufgrund der enormen Brandlast und des mangelnden Löschwasserversorgung auf der Autobahn die beiden TLF 4000 der FF Mödling an.

Die Feuerwehr Mödling die zu diesem Zeitpunkt gerade mit einer Pkw-Bergung beschäftigt war, konnte binnen kürzester Zeit mit den beiden angeforderten Fahrzeugen ausrücken. Die Anfahrt zur Einsatzstelle erforderte leider einen längeren Zeitraum da die beiden Kraftfahrer ihre Schwerfahrzeuge Zentimetergenau durch den Stau steuern mussten. Undisziplinierte Fahrzeuglenker blockierten den gesamten Pannenstreifen auf einer Länge von mehreren Kilometern. Unzählige Lenker ließen ihre Fahrzeuge unbeaufsichtigt mitten auf der Autobahn im Stau stehen und gingen spazieren!

Nach dem eintreffen stellten die beiden TLF 4000 der Feuerwehr Mödling die Wasserversorgung für das GTLF der Feuerwehr Wr. Neudorf sicher. Mehrmals mussten beide Tanklöschfahrzeuge zum nahe gelegenen Tunnel der S1 fahren um Löschwasser aufzunehmen und an die Einsatzstelle zu verbringen. In weiterer Folge wurden mehrere Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Mödling an den Schaumrohren eingesetzt.

De Feuerwehren beschränken sich derzeit auf Sicherungsmaßnahmen, während die Behörden die entsprechenden Ermittlungen aufgenommen haben. Das schwere Kranfahrzeug des Niederösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes das in Mödling stationiert ist, wurde bereits besetzt und zur Einsatzstelle beordert. Die Erhebungen und die anschließende Bergung wird noch mehrere Stunden andauern.

Ein der Redaktion bekannter unfallbeteiligter sagte aus �Ich hörte Bremsen quietschen, sah in den Spiegel und hab die komplette Breitseite des Lkw auf mich zukommen gesehen. Ich hab mich nur mehr abgestützt und gewartet.� Dieser Unfallbeteiligte hatte Glück im Unglück und konnte sein schwer beschädigtes Fahrzeug unverletzt verlassen.

Bericht der Lebig

Ein Toter und fünf Verletzte nach einem schweren Unfall mit einem LKW auf der A2.

Am Freitag nachmittag kam es auf der A2, der Südautobahn Richtung Wien auf Höhe der SCS in Mödling zu einem schweren Verkehrsunfall. Aus noch ungeklärter Ursache kollidierte ein LKW mit einem Lichtmasten, stürzte um und geriet in Brand. Fünf weitere Fahrzeuge, darunter ein weiter LKW, krachten in das verunfallte Fahrzeug. Der Lastwagen hatte Dosen mit Nitroverdünnung geladen, welche den Brand beschleunigte. Dunkle Rauchschwaden erschwerten zuerst eine genaue Lagefeststellung.

Der Lichtmast stürzte auf den gegenüberliegende Richtungsfahrbahn und sorgte dort ebenfalls für Behinderungen. Ein Person verbrannte am Unfallort. Fünf weitere Personen wurden verletzt. Der LKW Lenker, ein 48-jähriger Wiener, erlitt schwere Verbrennungen am Rücken, ein 45-jähriger Wiener wurden im Rippenbereich verletzt und hat möglicherweise auch innere Verletzungen. Ein 50-jähriger Wiener erlitt eine Halswirbelsäulenverletzung. Ein 35-jähriger Steierer wollte einem Unfallopfer helfen, als er versuchte den Verletzten aus seinem Fahrzeug zu bergen, entstand eine Stichflamme und der Steirer verbrannte sich an den Händen. Ein 47-jähriger aus dem Bezirk St. Pölten erlitt eine Halswirbelsäulenverletzung.

Die LEBIG Rettungsleitstelle alarmierte und koordinierte den Einsatz des Rotkreuz-Notarztwagens Mödling, des ÖAMTC Notarzthubschraubers Christophorus 3, sowie drei weiteren Rettungsfahrzeugen der Rotkreuz-Bezirksstellen Brunn/Gebirge und Mödling. Unter den ersten Helfern vor Ort war ein Abnahmeteam der Rotkreuz-Blutspendezentrale Wien, die gemeinsam mit ihrem Arzt die erste Sichtung und Versorgung der Verletzten übernahmen. Der schwerverletzte LKW Fahrer wurde mit dem Notarzthubschrauber ins AKH Wien geflogen, der 35-jährige Steirer wurde mit seinem Kind ins UKH Meidling gebracht. Der 45-jährige Wiener wurde mit dem Notarztwagen schweren Verletzungen ins Krankenhaus Mödling, ebenfalls auch die beiden weiteren Verletzten.

rettungseinsatz.at
FF Mödling
FF Wiener Neudorf

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