Ktn: Miethausbrand in St. Veit an der Glan – 13 Personen eingeschlossen
St. Veit/Glan (Ktn): Zu dramatischen Szenen ist es am Dienstag, dem 11. April 2006, bei einem Brand in einem Mehrparteienhaus in St. Veit/Glan gekommen. Mehrere Personen – darunter vier Kinder – befanden sich in Lebensgefahr und mussten gerettet werden.
Eine Zeitungsausträgerin hatte gegen 3.30 Uhr starken Rauch in einer Wohnung im ersten Stock bemerkt. Durch ihre Rufe wurden andere Bewohner munter und verständigten sofort die Feuerwehr. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich noch etliche Personen im Haus, auch die Besitzerin der Wohnung im ersten Stock, in welcher der Brand ausgebrochen war. Sie hatte sich in den zweiten Stock retten können, wo sie mit den anderen Mietern auf Rettung wartete.
Die Atemschutztrupps der Feuerwehr machten sich sofort auf die Suche nach den Eingeschlossenen, andere Einsatzkräfte begannen damit, einen Fluchtweg über Leitern zu ermöglichen. Es gelang den Männern, alle Eingeschlossenen in Sicherheit zu bringen, schilderte Hauptbrandinspektor Josef Kropiunig: „Zuerst wurde die Brandwohnung nach Personen durchsucht, hier konnte aber niemand gefunden werden. Daraufhin arbeitete sich der Atemschutztrupp in den zweiten Stock vor, wo sich mehrere Personen, darunter auch Kinder und Babys versammelt hatten.“ Das Stiegenhaus wurde mit Hochleistungslüftern rauchfrei gemacht, daher „entschlossen wir uns, die Personen über das Stiegenhaus ins Freie zu bringen, wo wir sie der Rettung übergeben konnten.“
Zwei Säuglinge, zwei Kleinkinder und neun Erwachsene wurden von der Feuerwehr gerettet. Eine 41-jährige Angestellte, die sich in der Wohnung befunden hatte und eine 42-jährige Wohnungsnachbarin erlitten eine Rauchgasvergiftung und mussten von der Rettung ins Krankenhaus gebracht werden. Ein Nachbar stellte seine Wohnung kurzzeitig als Massenquartier für die kaum bekleideten Geretteten zur Verfügung. Für alle Personen konnten bereits Ersatzunterkünfte gefunden werden.
Ausgebrochen war das Feuer im Badezimmer, die genaue Brandursache ist derzeit noch unbekannt. Durch den Brandrauch sind sechs Wohnungen derzeit unbewohnbar. „Durch einen installierten Rauchmelder hätte der Brand weit früher erkannt werden“, betonte Kropiunig. „Auch der Schaden wäre bestimmt geringer ausgefallen.“ Über die genaue Schadenshöhe können noch keine Angaben gemacht werden, der Sachschaden dürfte aber beträchtlich sein.
