Brand

Nö: Brand eines Autoverwerters in Obereggendorf – Gasflaschen explodierten

Sollenau (Nö): Am 2. April 2006 wurde die Feuerwehr Sollenau gegen 12:15 Uhr gemeinsam mit dem UA3 und UA4 zu einem Brand eines Autoverwerters in Obereggendorf gerufen.

Die darin gelagerten Gasflaschen explodierten in mehreren riesigen Feuerbällen. Ein umfassender Löschangriff mit Wasser und Schaum wurde vorgenommen.

Ebenfalls wurde von Steig Felixdorf und Steig Wr. Neustadt ein Löschangriff von oben vorgenommen. Durch die starke Rauch und Hitzeentwicklung konnte nur mit schwerem Atemschutz vorgegangen werden.

Der Brand dürfte vermutlich durch Schweißarbeiten ausgelöst worden sein. Dabei wurde der Besitzer verletzt und in das AÖ KH gebracht. Durch die am Firmengelände gelagerten Gasflaschen und diverse Benzin bzw. Ölfässer gestaltete sich der Löschangriff äußerst schwierig. Immer wieder kam es zu Explosionen.

Insgesamt waren zwei Füllstellen mit der Befüllung der Atemluftflaschen beschäftigt. Durch die Füllstelle Sollenau wurden dabei rund 120 Atemluftflaschen gefüllt.

Der Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Wöhrer Franz und der Abschnittsfeuerwehrkommandant BR Schweidl Wolfgang waren ebenfalls am Einsatzort, um sich ein Bild der Schadenslage zu machen. Gegen 16:30 Uhr konnten die meisten Einsatzkräfte abgezogen werden.

Eingesetzte Kräfte:
Sollenau:
– RLFA 3000
– KDOF
– Last 1
– mit Atemluftkompressor
– Reserveflaschen
– und Notstromaggregat
– Polizei
– RK

Weitere Feuerwehren:
– Obereggendorf
– Untereggendorf
– Lichtenwörth
– Zillingdorf Markt
– Zillingdorf Bergwerk
– Ebenfurth
– Haschendorf
– Theresienfeld
– Felixdorf

Bericht und Fotos: Feuerwehr Sollenau

FF Sollenau

Bericht der FF Felixdorf:
Sonntag, 2. April 2006, kurz nach Mittag wurde die Feuerwehr Felixdorf zu einem Brandeinsatz in einer Autowerkstatt und Autoabstellplatz alarmiert. Bereits bei der Anfahrt konnte eine meterhohe Rauchentwicklung gesehen werden. Am Einsatzort selbst waren auf Grund der schmalen Zufahrt bereits die ersten Probleme zu verzeichnen. Nach einer kurzen Umkoordinierung konnten die wichtigsten Einsatzfahrzeuge nahe des Brandherdes in Stellung gebracht werden.

In der großen Werkstatthalle waren sehr viele Autoreifen gelagert, welche den Zugang ins Innere erschwerten. Zahlreiche Außenangriffe mit Schaum begannen mit den ersten Löschversuchen, STEIG Felixdorf wurde zur Brandbekämpfung von oben eingesetzt. Während den Löscharbeiten kam es immer wieder zu kleinen Explosionen und in einem Wrack wurden zwei Gasflaschen entdeckt. Sie wurden mit der Wärmebildkamera vermessen, glücklicher Weise waren sie noch nicht lange dem Brand ausgesetzt. Sie wurden geborgen und im angrenzenden Fluss vorläufig zur Kühlung versenkt.

Die massiven Löschangriffe brachten dann bald den gewünschten Erfolg, das Feuer war unter Kontrolle. Nach Messarbeiten mit der Wärmebildkamera konnten auch weitere Innenangriffe vorgenommen werden. Diese führten nach über 3 Stunden zum „Brand-Aus“.

Der Betreiber der Werkstätte hatte sich bei den ersten Löschversuchen verletzt und wurde ins KH Wr. Neustadt gebracht, weitere Personen waren nicht am Gelände. Feuerwehrleute wurden bei diesem Einsatz auch nicht verletzt, obwohl zahlreiche Gefahren am Gelände – teilweise versteckt – vorzufinden waren. Die Brandursache ist derzeit ungeklärt.

Dennoch zeigte dieser Brand wieder einmal auf, wie wichtig die Tätigkeit im „Vorbeugenden Brandschutz“ ist, denn wird dieser von einem Betreiber nicht eingehalten, ist es für die Feuerwehr sehr schwierig, im Einsatzfall rasch und effizient zu arbeiten.

FF Felixdorf

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