Oö: Filtermaterial mit Metallspänen – stundenlange Löscharbeiten

Steyr (Oö): Anrainer und Mitarbeiter einer Entsorgungsfirma an der Haagerstrasse im Stadtteil Münichholz entdeckten am 6. März 2006 gegen 14:20 Uhr starke Rauchentwicklung in einer Altstoff-Lagerhalle und alarmierten beinahe gleichzeitig die FF Steyr über Notruf 122.
Die Bezirkswarnstelle alarmierte als zuständigen Zug den Löschzug 5 – Münichholz und zur Unterstützung den Löschzug 2 – Steyrdorf. Einsatzleiter Bezirksfeuerwehr-Kommandant OBR Lumesberger, der gemeinsam mit dem ersten Fahrzeug des Löschzug 5 – Münichholz an der Einsatzstelle eintraf, veranlasste sofort die Nachalarmierung der Löschzüge 1 – Innere Stadt und 3 – Gleink.

Schadenslage: In der Lagerhalle brannte ein loser Haufen mit Filtermaterial mit Metallspänen. Durch die große Hitze war das Flachdach der Halle bereits an einigen Stellen durchgebrannt.
Der erste Löschangriff fand unter schwerem Atemschutz mit zwei Mittelschaum-Rohren aus geschützter Position von der Nebenhalle aus statt. Parallel wurde das Flachdach von einem weiteren Atemschutztrupp mit einem C-Rohr gelöscht und gekühlt.

Statiker mussten weitere Löscharbeiten freigeben
Wegen der Schäden am Dach und die große Hitzeeinwirkung wurden Statiker des Magistrat Steyr angefordert, die nach Eintreffen am Einsatzort die Halle begutachteten und das Betreten der Halle für weitere Löscharbeiten freigaben. Erst dann war ein effektiverer Schaumeinsatz möglich. Um 14:57 Uhr konnte Einsatzleiter OBR Lumesberger „Brand unter Kontrolle“ melden.
Ablöschen in Containern: Da selbst mit Löschschaum die Glutnester im Inneren des Haufens nicht erreicht werden konnten, wurde das Filtermaterial mit einem Radlader Schaufel für Schaufel abgetragen und im Freien in vorbereiteten, mit Wasser gefluteten Containern abgelöscht. Gleichzeitig dazu war in der Halle ein Atemschutz weiterhin mit einem Mittelschaum-Rohr in Bereitschaft um aufflammende Glutnester sofort eindämmen zu können.

Diese Arbeiten zogen sich noch einige Stunden hin, erst um 17:23 Uhr konnte das letzte Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Steyr einrücken.
Das Rote Kreuz Steyr war mit einem Fahrzeug und 3 Mann vor Ort, konnte zum Glück aber wieder unverrichteter Dinge abrücken.

