Technisch

Nö: Schneedruck, Eisstöße: Feuerwehren im Dauereinsatz

Niederösterreich: Schneefall, Tauwetter und Schneeregen haben in den letzten 48 Stunden in weiten Teilen Niederösterreichs zu Verkehrsbehinderungen und Unfällen geführt. Neben zahlreichen Verkehrsunfällen bereitete auch Windbruch den Feuerwehren Arbeit.

Ein besonderes Problem stell aber die Schneelast auf vielen (Flach-)Dächern dar: Die dicke, oft Wochen alte Auflage kann besonders bei älteren oder wenig robusten Gebäudekonstruktionen zu Schäden und im Extremfall zu Einstürzen führen. Da mit weiteren Schneefällen zu rechnen ist, wurden umfangreiche Vorsorgemaßnahmen eingeleitet. Der Schnee ist durch Regen und Windverschiebungen extrem schwer.

In der Nacht auf den 9.2.2006 ist bereits im Bezirk Gmünd das Dach eines Wirtschaftsbetriebes eingestürzt. Die Feuerwehr Schrems musste ein durch die Schneelast eingedrücktes Flachdach eines Sägewerkes freilegen. Die Bezirkshauptmannschaft hat die Gemeinden aufgefordert, gefährdete Objekte einer Kontrolle zu unterziehen bzw. die Räumung der Dächer zu veran-lassen.

In Schliefau im Bezirk Scheibbs ist die Scheune eines Bauerhauses n eingestürzt. Die Straße musste gesperrt werden, weil ein Teil des Hauses droht auf die Fahrbahn zu stürzen. Personen oder Tiere sind nicht verletzt worden

Im Bezirk Melk wurden seit 8.2.2006 drei Objekte durch die Schneelast in Mitleidenschaft gezogen, mehrere Feuerwehren stehen seit Stunden im Schaufel-Einsatz.

Im Bezirk Lilienfeld sind besonders die Gemeinden Hohenberg, St.Ägid/Nw, Mitterbach und Annaberg betroffen. Die Feuerwehren verzeichneten über 100 Einsätze im Zusammenhang mit Schneelasten.

Eisstöße und Schneeschmelze
Die Schneeschmelze der letzten Tage hat, z.B. im Raum Gerasdorf bei Wien, zu kleinen
Überschwemmungen, etwa auf Wiesen und Feldern geführt, Wasserläufe sind nicht über die Ufer getreten.
Eisstöße haben sich auf mehreren NÖ Flüssen gebildet, besonders die Thaya ist betroffen. In Drosendorf ist die Eisschicht rund 60cm stark. Am Vormittag wurden sämtliche Eisstöße in den Bezirken Waidhofen/Th. und Horn durch Behördenvertreter und Feuerwehren begutach-tet, um weitere Maßnahmen einleiten zu können. Im Bedarfsfall werden derartige Eisstöße auch durch Sprengungen gelöst.

Brand aus (Nö)

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