Stmk: 7 Feuerwehrleute bei Brand im Pewag-Werk verletzt
Kapfenberg (Stmk): Um 18.24 Uhr wurde die FF Kapfenberg am 11. Jänner 2006 zu einem Kellerbrand im Pewag-Werk alarmiert.
Am Einsatzort eingetroffen zeigte sich, dass neben dem Brand im Keller auch die Produktionshalle stark verqualmt worden war. Zur Unterstützung wurden deshalb weitere vier Feuerwehren alarmiert.

Die Aufgaben der Feuerwehren:Fluten des Kellers mit Löschschaum, Belüften der Werkshallen und des Kellers mit Hochdrucklüfter, Lokalisieren und Ablöschen der Brandherde, zur Zeit wird abgeklärt ob und welche Chemikalien gelagert sind, Ermittlungen der BH Bruck / Mur und des Ölalarmdienstes sind im Gange.
Feuerwehrleute verletzt: 7 Feuerwehrmänner mussten zur Behandlung von Verätzungen im LKH Bruck/Mur eingeliefert werden, 1 Mann wurde stationär aufgenommen.

Zu Zeitpunkt der Übermittlung des Beitrages war der Einsatz noch im Gange und der Bericht somit noch nicht vollständig.
ORF-Bericht:
Nach einem Brandeinsatz im Pewag-Werk in Kapfenberg mussten am Mittwochabend, 11. Jänner 2006, sieben Feuerwehrleute ins Spital gebracht werden. Bei den Löscharbeiten waren Chemikalien ausgetreten. Einer der Feuerwehrleute erlitt Verätzungen im Gesicht; einer musste stationär im Spital aufgenommen werden, weil der Verdacht auf Schädigung seiner Lunge besteht.
Filteranlage in Flammen: Das Feuer war laut Feuerwehr in der Filteranlage im Keller der Firma ausgebrochen. Dabei schmolzen zwei Behälter, in denen sich Zinnchlorid befand. Die Feuerwehrmänner rückten mit schwerem Atemschutz in den völlig verrauchten Keller vor, um die Flammen zu bekämpfen. „Dann dürften sie sich irgendwo beim Abnehmen der Masken mit diesem Dämpfen kontaminiert haben und teilweise haben sie dann auch noch einen Hustenreiz bekommen. Ein Kammerad ist noch im Krankenhaus und dieser mit dem Juckreiz und den Rötungen im Gesicht, der konnte wieder nach Hause gehen“, sagt Feuerwehreinsatzleiter Josef Kleinburger. Dass auch die fünf anderen Feuerwehrleute ins Spital gebracht wurden, sei eine Vorsichtsmaßnahme gewesen, sagt der Feuerwehreinsatzleiter.
70 Feuerwehrmänner im Einsatz: Der Brand konnte durch Fluten des Kellers mit Löschschaum und durch Einsatz von Wasser gelöscht werden. Insgesamt waren rund 70 Feuerwehreute im Einsatz. Das kontaminierte Löschwasser muss am Donnerstag aus einem Auffangbecken abgepumpt und entsorgt werden.
