Stmk: Pferderettung am Heiligen Abend in Fernitz
Am Samstag, dem 24. Dezember 2005 kurz nachdem die FF Fernitz alles nach der erfolgreichen Friedenslichtaktion aufgeräumt hatte.
Gab es um 13:36 Uhr einen Sirenenalarm. Die Bezirksalarmzentrale Florian Graz- Umgebung alarmierte, mit dem Einsatzbefehl „Tierrettung nahe der Mur“.
Die Feuerwehr Fernitz rücke mit zwei Fahrzeugen und 18 Einsatzkräften zum Einsatzort aus. Beim Eintreffen und Erkunden der Lagen wurde festgestellt, dass ein Pferd im Nebengerinne der Mur bis zum Bauch mit der Reiterin im Schlamm eingesunken war. Die Frau konnte sich mit eigener Kraft aus der misslichen Lage retten. Für das Pferd gab es keine Möglichkeit aus dem schlammigen Untergrund heraus zu kommen.

Ein zweites Pferd, ein Pony, ebenfalls mit einer Reiterin in Begleitung der anderen, konnte noch rechtzeitig vor dem weichen Boden stehen bleiben und musste mit ansehen wie ihre Kollegin mit dem Pferd versank. Geschockt und mit großen Schrecken holte Sie hatte von einem nahe gelegenen Reitstahl Hilfe. Der Reitstahlbesitzer fuhr mit ihr zum Ort des Geschehens und sah die aussichtslose Situation, er alarmierte daraufhin die Feuerwehr.

Die Rettung des Pferdes gestaltete sich sehr schwierig, da das Ufer schneebedeckt und gefroren war. Einsatzleiter HBI Markus Hubmann forderte zur tierärztlichen Betreuung Tierarzt Dr. Mayer aus Fernitz an. Die Betreuung der beiden Reiterinnen übernahmen Feuerwehrsanitäter und Feuerwehrarzt Dr. Pongratz. Weiters wurde der Gemeindetraktor mit Frontlader für Hebezwecke herangezogen. Der so genannte Tierrettungstrupp, gesichert von weiteren Feuerwehrkräften mittels Rettungsleine, legte unter dem Bauch des Pferdes einen Hebegurt und B-Schläuche an. Unter Anwendung des Frontladers vom Gemeindetraktor, konnte das versunkene Pferd sukzessive aus dem Schlamm gehoben werden.
Die Feuerwehrmitglieder begleiteten daraufhin die Reiterin und das Pferd zu dem ein Kilometer entfernten Pferdestahl Hoffmann. Hier konnte sich die Dame mit frischer Kleidung versorgen. Das Pferd wurde gewaschen, getrocknet und vom Tierarzt untersucht. Am späten Abend konnte die Reiterin mit ihrem Pferd in den drei Kilometer entfernten Heimatstall reiten.

Dieser Einsatz wirkte für die eingesetzten Feuerwehrmitglieder aus Fernitz wie ein Weihnachtswunder da weder Mensch noch Tier verletzt wurde. Eingesetzt waren neben den 18 Feuerwehrmitgliedern aus Fernitz, Tierarzt Dr. Mayer und Feuerwehrarzt Dr. Pongratz.
Fotos: FF Fernitz
