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Schweiz: Weihnachtliche Brandserie – Mehr als ein Dutzend Brände

Schweiz: Eine Brandserie hat über Weihnachten in der Schweiz mehr als ein Dutzend Verletzte gefordert. In mehreren Fällen waren brennende Kerzen die Ursache. Im Kanton St. Gallen starb eine 70-jährige Frau an den Folgen eines Hausbrands vom Donnerstagabend.

An Heiligabend starb die 70-jährige Bewohnerin an den Folgen ihrer Verletzungen, die sich sich zwei Tage zuvor beim Brand eines Einfamilienhauses in Walenstadt zugezogen hatte. Die Rentnerin war am vergangenen Donnerstagabend im brennenden Haus im Korridor am Boden liegend und nicht mehr ansprechbar geborgen worden.

Im Utzenstorf wurde eine 95-jährige Frau am Montagmittag mit Brandverletzungen in ihrer Wohnung gefunden. Beim Einfeuern des Ofens hatte ihre Schürze vermutlich Feuer gefangen. Die Frau zog die teilweise angebrannten Kleider ab und legte sich zu Bett, wo sie von einem Verwandten gefunden wurde.

Fünf weitere Personen, darunter zwei Feuerwehrleute, mussten sich im Kanton Bern ebenfalls über die Weihnachtstage wegen Brandverletzungen oder Verdachts auf Rauchvergiftungen ärztlich behandeln lassen. Die Brände in Oberhofen, Niederbipp Preles, Thun und Nidau waren rasch gelöscht. In einem Fall waren brennende Rechaudkerzen die Brandursache, in einem anderen Fall hatte ein Tannenbaum Feuer gefangen.

In einer Wohnung in Villeneuve (VD) entzündete eine brennende Kerze am Samstagabend den Christbaum. Der 40-jährige Wohnungsinhaber zog sich schwere Verbrennungen an den Händen zu beim Versuch, den brennenden Baum aus dem Fenster zu werfen. Eine gleichaltrige Frau erlitt einen Schock.

In Seuzach (ZH) musste ein Ehepaar am Montagmorgen wegen des Brandes in einem Zweifamilienhaus aus dem ersten Stock über die Drehleiter gerettet und mit Verdacht auf Rauchvergiftung hospitalisiert werden. In Widen (AG) setzte vermutlich eine brennende Kerze ein Zimmer eines Einfamilienhauses in Brand. Eine Person erlitt bei ersten Löschversuchen eine leichte Rauchvergiftung.

In Bulle (FR) brannte es am Montagmorgen in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses wegen eines technischen Defekts einer Weihnachtsgirlande. Vier Menschen mussten sich in ärztliche Pflege begeben. Im Dorfkern von Celerina im Engadin hatte die Feuerwehr an Heiligabend bis nach Mitternacht einen Hausbrand zu bekämpfen. Ein Übergreifen der Flammen auf andere Häuser wurde verhindert. Zur Brandursache lagen noch keine Angaben vor.

An mehreren anderen Orten brannte es wegen unbeaufsichtigter Kerzen oder weil der Weihnachtsbaum Feuer gefangen hatte. So etwa in Wohnungen in Vevey, Hägendorf (SO) und Marsens (FR), in einem Einfamilienhaus in Hettlingen (ZH) und im Postbüro von Heiligkreuz/Mels (SG), wo es jeweils bei Sachschaden blieb. In einem Büro des Bahnhofs Biel brach in der Nacht auf Montag ein Feuer aus wegen eines technischen Störfalls an einer elektrischen Zuleitung zu einem Faxgerät. Verletzt wurde niemand.

Neue Züricher Zeitung

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