Sbg: 30 Feuerwehr-Einsätze in einer Nacht
Salzburg: Sturm und starker Schneefall haben Salzburgs Feuerwehren in der Nacht auf Samstag, 17. Dezember 2005, auf Trab gehalten. Mehr als 200 Feuerwerhrleute mussten zu ausrücken. Verletzt wurde aber niemand.
Mit mehr als 140 Stundenkilometer wehte der Wind am Freitagabend am Sonnblick, und die Feuerwehren kamen nicht zur Ruhe.
Ruhig schlafen könnten die Feuerwehrleute in der Nacht auf Samstag nur im Pongau und im Lungau. Überall sonst hielten die heftigen Stürme und Schneefälle die Einsatzkräfte fast ohne Unterbrechung auf Trab, schildert Karl Schörghofer von der Landesalarm- und Warnzentrale der Feuerwehr: „Wir haben eine sehr turbulente Nacht mit mehr als 30 Einsätzen hinter uns. Insgesamt mussten 24 Feuerwehren mit 200 Mann ausrücken, und zwar im Flachgau, im Tennengau und im Pinzgau. Es waren vor allem hängen gebliebene Lkws und Pkws. Weiters mussten wir etliche Straßen von umgestürzten Bäumen befreien. Das wichtigste aber ist, dass – so weit uns bisher bekannt ist, keine Personen zu Schaden kamen.“
Hunderte Lastwagen ohne Schneeketten haben haben seit drei Uhr früh die Tauernautubahn bei Flachau blockiert. Seit etwa 10 Uhr ist die Autobahn wieder frei, sagt Josef Gfrerer von der Autobahnpolizei in St. Michael: „Wir haben in der Nacht zwar Schneeketten-Pflicht für Lkws verordnet. Aber vor allem südländische Lkw-Lenker haben sich nicht daran gehalten und haben führen oft nicht einmal Ketten mit. Das ist leider jedes Jahr das selbe Chaos. Inzwischen habe die Polizei damit begonnen, in Eben alle Lkws aufzuhalten und alle jene zu bestrafen, die ohne Schneeketten unterwegs sind, ergänzt Gfrerer: „Das ist einfach notwendig, denn sonst wird das wohl ewig so weiter gehen“, klagt Gfrerer. Die Organstrafe für nicht angelegte Schneeketten beträgt 35 Euro. Zudem dürfen bestrafte Lenker dann nicht weiter fahren.
Eine turbulente Nacht wie jene auf Samstag ist auch für den erfahrenen Feuerwehrmann Schörghofer eine Ausnahme: „So etwas kommt eigentlich nur bei Stürmen oder bei Hochwasser vor. Sonst gibt es eine derart hohe Zahl an Einsätzen in einer einzigen Nacht kaum.“
