Brand

Sbg: Schwerer Verkehrsunfall auf der A10 mit 3 Pkw, 4 Tote!

Werfen (Sbg): Leider kein Faschingsscherz, sondern trauriger Ernst war ein Einsatz der freiwilligen Feuerwehr Werfen, Pfarr Werfen und Golling am 11. November 2005.

Um 13.58 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Golling zu einem schweren Verkehrsunfall auf die A10 der Tauernautobahn, Fahrtrichtung Villach, auf Werfener Ortsgebiet gerufen.

Nach langwieriger Anfahrt, PKWs hatten abermals den Pannenstreifen versperrt, bot sich dann den Einsatzkräften der FF Golling folgendes dramatisches Bild:
2 PKWs standen in Vollbrand, welche die etwas zuvor eingetroffene FF Werfen schon mit HD-Rohren abzulöschen begann. Die mit dem Voraus-Fahrzeug eingetroffen FF Golling half mit der speziellen �Polylöschanlage� mit, um einen besseren Löscherfolg zu erzielen. Ein weiterer, im Frontbericht vollkommen zerstörter PKW, stand etwas weiter vorne. Das hydraulische Rettungsgerät kam nicht zum Einsatz.

Während sich die Feuerwehren um das Löschen der Fahrzeuge und das Abklemmen der Batterie wurden alle in den Unfall verwickelten Personen vom Roten Kreuz und mehreren Notärzten erstversorgt. Dieses war beim Eintreffen der FF Golling bereits auch Vorort.

Nach der Erstversorgung noch direkt am Unfallsort, wurden die 3 schwerstverletzten Personen mit zwei Rettungshubschraubern und Rettungsfahrzeugen ins Salzburger Unfall- und Landeskrankenhaus sowie ins Unfallkrankenhaus Schwarzach gebracht . Für 2 Personen kam jede Hilfe zu spät, sie verstarben noch direkt am Unfallsort.

Die genaue Unfallsursache konnte bis zum Abrücken der FF nicht geklärt werden. Allerdings dürften die 2 verbrannten PKWs zuvor einen Auffahrunfall oder ähnliches gehabt haben. Sie waren ungesichert auf der Überholspur zum Stehen gekommen. Erst als vermutlich ein drittes Fahrzeug die beiden gerammt hat, begannen die Fahrzeuge zu brennen, wo auch eine Person den Tod fand. Zwei weitere Menschen wurden wahrscheinlich aufgrund der unheimlichen Aufprallwucht über die Mittelleitschiene auf die Gegenfahrbahn geschleudert. Ein weiteres Unfallopfer erlag hier seinen schweren Verletzungen.

Nach dem Abtransport der Verletzten begannen die Aufräumarbeiten. Die FF Golling kümmerte sich um die Grobreinigung der Fahrbahn und konnte anschließend einrücken. Aufgrund der mehrstündigen Totalsperre kam es zu erheblichen Staus auf der A10 und der Umleitungsstrecke der Salzachtalbundesstraße B159.

Unser Beileid und Mitgefühl gilt den Freunden und Angehörigen der Todesopfer und den Verletzten.

Eingesetzte Kräfte:

FF Golling: 27 Mann, 4 Fahrzeuge � Einsatzleiter: OBI Markus Sageder
FF Werfen: ca. 20 Mann, 3 Fahrzeuge
FF Pfarr Werfen: ca. 15 Mann, 3 Fahrzeuge

Rotes Kreuz: Mehrere Fahrzeuge + 2 Hubschrauber
Exekutive: Mehrere Fahrzeuge
Mehrere Fahrzeuge der Autobahnmeisterei

FF Golling

Update-Medieninfo: Zwei weitere Opfer verstorben!
Nach dem schweren Unfall mit zwei Toten am Freitag auf der Tauernautobahn sind noch eine 17-Jährige und eine andere Frau an schwersten Verletzungen gestorben – das dritte und vierte Todesopfer. Eine weitere Person erlitt schwere Verletzungen. Wie vom Polizeikommando mitgeteilt wurde, soll Samstagfrüh auch eine Frau mittleren Alters nach jener 17-Jährigen verstorben sein, die schon in der Nacht ihren Kampf im Krankenhaus verloren hatte. Direkt bei dem Verkehrsunfall auf der Tauernautobahn (A10) bei Werfen (Pongau) wurden Freitagnachmittag zwei Männer getötet. Die 17-Jährige und die andere Frau schwebten zunächst in Lebensgefahr.

Nach dem Sachschaden-Unfall auf der Autobahn waren vier Personen auf die Fahrbahn ausgestiegen. Ein nachkommenden Lenker aus München konnte nicht mehr bremsen und fuhr mit voller Wucht in die Unfallstelle. Die beiden Autos, die den Unfall auslösten, standen gegen 14.00 Uhr in der Lawinengalerie nach dem Brentenbergtunnel. Die ersten folgenden Autos konnten noch ausweichen. Ein Geländewagen mit deutschem Kennzeichen krachte in die stehenden Fahrzeuge. „Zum jetzigen Zeitpunkt ist nur gesichert, dass zwei Fahrzeuge mit größter Wahrscheinlichkeit nicht abgesichert auf dem Überholfahrstreifen nahe der Mittelleitschien gestanden sind“, sagt Hans Mayr von der Autobahnpolizei. Der Grund für den Halt auf der Autobahn: „Vermutlich dürfte es sich um einen kleinen Blechschaden oder ein Panne gehandelt haben, weil die Fahrzeuginsassen aus den Fahrzeugen heraußen waren und zwischen ihren Fahrzeugen und der Mittelleitschiene gestanden sind“, sagt Mayr.

Die beiden abgestellten Autos gingen nach dem Aufprall in Flammen auf. Eine Person starb in einem der brennenden Fahrzeuge. Ein weiteres Opfer wurde über die Leitschiene auf die Gegenfahrbahn geschleudert und starb. Einer der Toten war ein 41-jähriger Serbe. Die 17-Jährige schwebte noch im Unfallkrankenhaus Schwarzach in Lebensgefahr – die Ärzte gaben ihr kaum Überlebenschancen.
„Das war beim Golf bei der Tür – die Hälfte war drinnen, die Hälfte war draußen“, sagt der Lkw-Fahrer, „Die hat geschrien, dann habe ich sie herausgezogen. Der Fuß war gebrochen. Ich habe gehört, dass die Frau überlebt.“

Mehrere Feuerwehren, Rotes Kreuz und Autobahnpolizei waren mit einem Großaufgebot an der Unfallstelle: „Es ist – glaube ich – ein glücklicher Umstand, dass es überhaupt Überlebende gibt und dass zwei leicht Verletzte dabei sind“, sagt Rot-Kreuz-Einsatzleiter Josef Schwaiger. „Es muss eine unheimliche Wucht bei dem Aufprall gewesen sein, weil drei Patienten von dieser Seite auf die andere Fahrbahnseite geschleudert wurden.“

ORF Salzburg

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