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Oö: Themenabend „Sicherheit im Tunnel“ in Hinterstoder

Hinterstoder (Oö): Wie verhalte ich mich im Tunnel, wenn einem PKW vor mir plötzlich der Treibstoff ausgeht und in der Fahrbahnmitte stehen bleibt?

Nachdem im Bezirk Kirchdorf viele Tunnel zu passieren sind, die teilweise nur einröhrig gebaut wurden, lud die Freiwillige Feuerwehr Hinterstoder zu einem Abend, in dessen Mittelpunkt diese und ähnliche Fragen standen. Ing. Anton Burger, Techniker der Feuerwehr Kirchdorf/Krems, baute ein Tunnelmodell um der Bevölkerung die physikalische Wirkung besser erklären zu können. Er simulierte mit PKWs und LKWs einen Unfall, wobei der PKW in Brand geraten war und rauchte. “Wenn Rauch im Tunnel ist, ist der Fluchtweg immer gegen die Windrichtung zu nehmen” mahnt Burger. Der Weg mit dem Wind würde einen Weg mit den abziehenden Gasen bedeuten, was zusätzliche Lebensgefahr birgt erklärt der Techniker.

“Bitte verwenden Sie das Telefon in der Notrufnische, wobei der blaue Knopf, bei einem Brand der rote einzudrücken ist” fordert er die Zuhörer auf. So wird automatisch die Ampel auf Rot geschaltet, Kameras auf den entsprechenden Ort gerichtet und der Tunnelwart informiert, worum es geht. Dieser kann entsprechend schnell Hilfe für die richtige Stelle organisieren. Beim Drücken des roten Knopfes wird gleichzeitig mit dem Tunnelwart die Zentrale der Feuerwehr alarmiert. Erfolgt der Notruf über ein Handy, so kann der Tunnelwart erst über Umwege informiert werden und kostbare Zeit für das Sperren des Tunnels geht verloren.

Einige Tipps für das richtige Verhalten gibt Anton Burger den Zuhörern mit: “Da ich in einem Tunnel mehr Abstand zu meinem Vorgänger habe, kann ich rechtzeitig stoppen und die Warnblinkanlage einschalten. Die Unfallstelle ist mittels einem Pannendreieck abzusichern, in der Notnische den Knopf drücken und mit dem Tunnelwart sprechen.” Dieser kann über Lautsprecher im Tunnel und über das Autoradio die Information an die anderen Verkehrsteilnehmer weitergeben und anordnen, was zu tun ist. Dann kommen die Hilfsmannschaften und machen den Tunnel wieder frei. “Wenn aufgefordert wird das Auto zu verlassen muss der Autoschlüssel stecken bleiben, sodass die Hilfsmannschaften das Auto aus der Gefahrenzone bringen kann” erklärt Burger weiter.

Dieser gut besuchte Abend war eine österreichische Premiere: Erstmals wurde dieses Thema anhand eines Tunnelmodells aus Plexiglas simuliert. Anton Burger verstand es, mit anschaulichen und realen Beispielen die Zuhörer zu fesseln und ihnen Tipps für Tunnelfahrten zu geben.

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