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Feuerwalze in Los Angeles – Feuerwehr kämpft gegen Wind

Los Angeles (USA): Ein Großbrand hat in Los Angeles Hunderte Menschen in die Flucht getrieben und mehrere tausend Hektar Land zerstört.

Ein Großbrand hat in Los Angeles Hunderte Menschen in die Flucht getrieben und mehrere tausend Hektar Land zerstört.
Mehr als 3.000 Feuerwehrleute kämpften am Donnerstag, 29.9.2005, nach Angaben der US-Behörden gegen eine Flammenwand, die sich im Nordwesten der Millionenstadt über eine Länge von 16 Kilometern erstreckte.
Elf Hubschrauber und Löschflugzeuge waren im Dauereinsatz und versuchten, das Feuer einzudämmen.

Mehrere hundert Menschen flohen nach Angaben der Behörden aus ihren Häusern, als sich die Flammen bedrohlich näherten. Sie suchten bei Freunden oder in Notunterkünften Unterschlupf. Mindestens ein Haus wurde zerstört, weitere Gebäude von den Flammen erfasst. Mehr als 2.000 Häuser, darunter zahlreiche Luxusvillen, waren von dem Flammen bedroht.

Durch die starke Hitzeentwicklung nahmen zahlreiche Wirtschaftsgebäude in der ländlichen Region Schaden. „Auf unserer Pferderanch in Simi Valley sind die Träger geschmolzen“, sagte Frederic Prinz von Anhalt, Ehemann von Schauspielerin Zsa Zsa Gabor, der dpa.

35 Pferde konnten sie rechtzeitig in Sicherheit bringen. Drei verängstigte Tiere zogen sich aber bei dem Transport Verletzungen zu und mussten eingeschläfert werden, sagte von Anhalt. Er bezifferte den Schaden mit mehr als zwei Millionen Dollar. Auch die benachbarte Ranch von Sylvester Stallone sei von den Flammen bedroht, führte der in Bel Air wohnende Adelige weiter aus.

Die Ursache für den Brand war zunächst unklar. Das Feuer war am Mittwoch in der Nähe des Vorortes Chatsworth im San Fernando Valley ausgebrochen, wo die US-Pornoindustrie ihren Sitz hat. Die seit Tagen anhaltenden Temperaturen von mehr als 30 Grad, die ausgedörrte Vegetation und starker Wind sorgten dafür, dass sich die Flammen extrem schnell ausbreiteten. Bis Donnerstagnachmittag waren laut Behörden 6.800 Hektar Land verbrannt.

Das schwer zugängliche Gelände mit zahlreichen steilen Abhängen erschwerte die Löscharbeiten. Starker Wind und trockenes Buschland fachten die Flammen weiter an.
Ein Feuerwehrmann wurde bei dem Einsatz verletzt. Wegen der Gefahr von Rauchvergiftungen wurden Schulen geschlossen.

Betroffen waren neben Chatsworth die Vororte Oak Park, Box Canyon, Woolsey Canyon, Bell Canyon und Lake Manor. Die Feuerwehr rechnete damit, dass auch Teile der wohlhabenden Siedlungen Malibu Canyon und Calabasas geräumt werden müssten.

Der Westen der USA wird jedes Jahr von Waldbränden heimgesucht. In Kalifornien wüteten die Flammen am schlimmsten im Oktober 2003. Damals kamen mehr als 20 Menschen ums Leben, fast 200 wurden verletzt. Etwa 4.500 Gebäude wurden zerstört, eine Fläche von mehr als 3.000 Hektar verbrannte.

ORF

Bericht der Züricher Zeitung:
In der Umgebung von Los Angeles kämpfen mehr als 3000 Feuerwehrleute gegen einen Waldbrand. Das Feuer bedroht die ersten Häuser am nordwestlichen Rand der Millionenstadt.
Rund 3000 Feuerwehrleute haben am Donnerstag gegen einen Waldbrand in der Nähe von Los Angeles gekämpft. Das Feuer hat bereits 6400 Hektaren Vegetation erfasst und bedroht Häuser nordwestlich der kalifornischen Millionenstadt. Mehrere hundert Personen sollten evakuiert werden.

Der Feuerwehr, die von Löschflugzeugen unterstützt wurde, sei es gelungen, mehr als 2000 Gebäude vor den Flammen zu retten, sagte ein Behördensprecher. Er sei vorsichtig optimistisch, doch müsse das Wetter mitspielen. Die hohen Temperaturen von mehr als 30 Grad sollen in den nächsten Tagen sinken. Neben der ausgetrockneten Vegetation haben sie die Brände begünstigt.
Das Feuer wurde durch Windstösse immer wieder neu angefacht. Wegen der Gefahr von Rauchvergiftungen wurden Schulen in dem Gebiet geschlossen. Bewohner von Vororten von Los Angeles fanden Zuflucht bei Angehörigen, Bekannten oder in Schulen.
Die Feuerwehr rechnete damit, das auch Teile der wohlhabenden Siedlungen Malibu Canyon und Calabasas geräumt werden müssen. Die 16 Kilometer lange Feuerwalze wurde mit Löschhelikoptern und- flugzeugen auch aus der Luft bekämpft.

Neue Züricher Zeitung

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