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Frankreich: Neuerlicher Wohnungsbrand in Paris forderte 14 Tote!

Paris (Frankreich): Erneut hat ein Brand in einem Wohngebäude in Frankreich zahlreiche Opfer gefordert. Das Feuer ist in der Nacht auf Sonntag, 4. September 2005, in einem Gebäude in einem Pariser Vorort ausgebrochen. Die Polizei vermutet Brandstiftung als Ursache.

Mindestens 14 Menschen sind in der Nacht zum Sonntag bei einem Brand in einem südlichen Vorort von Paris ums Leben gekommen. 15 Menschen erlitten schwere Rauchvergiftungen, 20 weitere wurden leicht verletzt. Unter den Toten sind auch zwei Kinder, wie die Feuerwehr mitteilte. Eine Schwangere, die in der 10. Etage wohnte, habe im Notarztwagen ihr Kind zur Welt gebracht.

Die Polizei vermutet Brandstiftung hinter dem Flammeninferno im 18-stöckigen Hochhaus mit mehr als 100 Sozialwohnungen. Noch am Sonntag verhaftete sie drei Personen, die zunächst als Zeugen vernommen worden waren. Augenzeugen wollen beobachtet haben, wie drei Mädchen Briefkästen beim Hauseingang in Brand setzten.

Die Feuerwehr wurde kurz nach 1 Uhr zum Gebäude in L’Hay-les-Roses im Département Val-de-Marne gerufen. Die 160 Männer retteten 26 Menschen aus höchster Lebensgefahr. Nach etwa zwei Stunden hatten die Rettungskräfte das Feuer im Griff. In einer städtischen Turnhalle wurde eine Notunterkunft eingerichtet.

Die Bilanz wäre nicht so verheerend gewesen, wenn die Hausbewohner ihre Türen geschlossen gehalten hätten, sagte ein Feuerwehrsprecher. Ein Sprecher der Feuerwehr sagte, im ganzen Haus habe sich Rauch ausgebreitet, der auch in Wohnungen eingedrungen sei. Es handle sich um ein ganz normales Hochhaus in gutem Zustand. Deshalb sei dieses Feuer auch nicht mit den Bränden in Billigunterkünften in Paris vergleichbar, die viele Menschenleben gefordert hatten. Die Opfer dort waren zumeist Ausländer.

Bei einem verheerenden Brand in einem von Afrikanern besetzten Haus waren in der Nacht zum vergangenen Dienstag sieben Menschen ums Leben gekommen. Am 26. August waren bei einem nächtlichen Flammeninferno in einem von afrikanischen Einwanderern bewohnten Haus im Pariser Südosten mindestens 17 Menschen getötet worden.

Bereits Mitte April hatte ein Feuer im Hotel «Paris-Opéra» im Zentrum der Metropole 24 Menschenleben gefordert. Weil einige Zimmer keine Fenster hatten, waren viele Pensionsbewohner in dem Flammeninferno gefangen. In dem Billighotel lebten überwiegend Asylbewerber aus Afrika und einige wenige Touristen.

Neue Züricher Zeitung

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