Ktn: Arbeiter stürzte in 15 Meter tiefen Schacht
Spittal/Drau (Ktn): Ein 35 Jahre alter Mitarbeiter der Goldeckbahn in Spittal/Drau ist 15 Meter in einen Schacht gestürzt. Der Mann dürfte bereits am Freitagabend – 2. September 2005 – abgestürzt sein, er wurde aber erst am Samstag von Kollegen gefunden.
Zwölf Stunden lang musste der Arbeiter der Goldeck Bahn vermutlich schwer verletzt in dem finsteren und eiskalten Schacht ausharren. Erst am Samstagmorgen bemerkten Kollegen das vor Schwerzen wimmernde 35 Jahre alte Opfer. Sie verständigten Rettung und Feuerwehr. Danach war der Mann nicht mehr ansprechbar. Der Feuerwehr Spittal ist es kurz nach halb neun Uhr früh gelungen den Verletzten zu bergen, schilderte Franz Brunner, der Kommandant der Feuerwehr Spittal/Drau.
„Wir haben über ein Fenster, das sich im ersten Stock des Schachts befand mit einem Kran das Opfer mit einer Trage bergen können. Wir mussten lediglich einen Zwischenboden entfernen. Zuerst haben wir versucht, über die Türe zum Schacht Zugang zu erhalten, was aber nicht funktioniert hat, weil ein Geländer im Weg war.“
Zum Unfallhergang sind noch keine genaueren Details bekannt. Der Arbeiter dürfte über ein Stiegengeländer in den Schacht abgestürzt sein, in dem sich die Ausgleichsgewichte für das Tragseil der Goldeckbahn befinden. Der 35-Jährige hatte bei dem Sturz schwerste Verletzungen im Kopf-, Brust- und Bauchbereich erlitten, seine Körpertemperatur betrug nur noch 28 Grad. Er wurde in kritischem Zustand ins Spital gebracht. Die Polizei ist dabei, die genaue Ursache für den schrecklichen Unfall festzustellen.
