Erneut Brand in Einwandererhaus: 7 Tote in Paris! 5 Fw-Leute verletzt!
Frankreich: Bei dem erneuten Brand in einer baufälligen Einwanderer-Unterkunft in Paris sind in der Nacht auf den 30. August 2005 jüngsten Angaben zufolge mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Drei Menschen wurden verletzt, wie die Behörden heute mitteilten.
Zuvor war die Zahl der Toten mit zwei angegeben worden. Das Feuer war gestern am späten Abend aus noch ungeklärter Ursache in einem Gebäude im östlichen Pariser Stadtviertel Marais ausgebrochen.
Erst in der Nacht zum Freitag vergangener Woche waren bei einem Brand in einem von Afrikanern bewohnten Einwanderer-Wohnhaus im Pariser Südosten 17 Menschen getötet worden, darunter 14 Kinder.
Bericht der Züricher Zeitung:
Beim jüngsten Brand im dritten Arrondissement wurden 13 Menschen verletzt, zwei von ihnen schwer. Auch fünf Feuerwehrleute mussten behandelt werden. Das Gebäude mit fünf Stockwerken wurde von etwa 25 Familien bewohnt, wie der stellvertretende Pariser Bürgermeister Yves Contassot mitteilte. Etwa die Hälfte von ihnen kam illegal nach Frankreich. Das Viertel ist ein Zentrum für Einwanderer aus der Elfenbeinküste, einer ehemaligen französischen Kolonie.
Das Feuer brach aus unbekannter Ursache am Montagabend aus, vermutlich im ersten Stock. Etwa 130 Feuerwehrleute bekämpften die Flammen und retteten mehrere Bewohner. Zwei Männer sprangen aus dem Fenster, um der Feuersbrunst zu entkommen, und wurden schwer verletzt. Der Zustand des Hauses war den Behörden nach Angaben von Bezirksbürgermeister Pierre Aidenbaum als heruntergekommen und gefährlich bekannt.
Das Gebäude wurde von den Besitzern aufgegeben, danach zogen Hausbesetzer ein. Die Stadt kaufte das Haus vor sechs Monaten und begann vor einem Monat, nach Ersatzunterkünften für die Bewohner zu suchen. Elisabeth Fèvre, eine Nachbarin, sagte, die Bewohner hätten «erbärmlich gehaust» und sich ihr Wasser aus einem Hahn auf der Strasse holen müssen.
